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Geschichte

Geschichte von Porsche

Wer die Marke gründete, wem sie heute gehört und wie es dazu kam.

Porsche ist ein deutscher Sportwagenhersteller mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Ferdinand Porsche, Anton Piëch und Adolf Rosenberger gründeten das Unternehmen am 25. April 1931 als Konstruktionsbüro; das erste Auto mit dem Namen Porsche folgte 1948. Heute ist die Volkswagen AG Mehrheitseigentümer, und die Porsche SE hält 25 Prozent plus eine Aktie der stimmberechtigten Aktien.

Zuletzt geprüft 74 Quellen

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Auf dieser Seite
  1. Wichtige Fakten über Porsche
  2. Der Sohn des Klempners aus Böhmen
  3. Ein Konstruktionsbüro in der Depression und der Partner, den es verlor
  4. Krieg, Zwangsarbeit und der Rückzug nach Gmünd
  5. Ein eigenes Auto: Gmünd, der 356 und Amerika
  6. Der 911, der 917 und eine Familie, die sich kein Unternehmen teilen konnte
  7. Der Versuch, den 911 zu ersetzen, und der Beinahe-Untergang
  8. Lean Production, der Boxster und der dritte Porsche
  9. Die gescheiterte Übernahme von Volkswagen
  10. Zurück an der Börse und der Elektro-Plan auf dem Rückzug
  11. Wer waren die wichtigsten Personen bei Porsche?
  12. Wem gehörte Porsche?
  13. Fragen zur Geschichte von Porsche
  14. Was ist an der Geschichte von Porsche umstritten?
  15. Quellen
  16. Die Porsche-Chronik
  17. Alle Modelle

Wichtige Fakten über Porsche

FaktDetail
Gründung25. April 1931, als Konstruktionsbüro in Stuttgart; erstes Auto unter dem Namen Porsche im Jahr 1948 [6][70]
GründerFerdinand Porsche, Anton Piëch und Adolf Rosenberger [10][11]
Firmenname und SitzDr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland [1][22]
Aktueller EigentümerDie Volkswagen AG hält über die Porsche Holding Stuttgart GmbH 75 Prozent minus eine Aktie der Stammaktien und die meisten Vorzugsaktien. Die Porsche SE hält 25 Prozent plus eine Aktie der Stammaktien. Die übrigen Vorzugsaktien werden in Frankfurt gehandelt. [2][3][59]
Wer die Porsche SE kontrolliertMitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle ihre Stammaktien. Die Porsche SE wiederum hält 53,3 Prozent der Stammaktien von Volkswagen. [3][4]
Erstes Auto356 „Nr. 1“ Roadster, gebaut in Gmünd, Österreich; Straßenzulassung vom 8. Juni 1948 [70][20]
Erfolge in Le Mans19 Gesamtsiege, die meisten aller Teams laut Guinness World Records, von 1970 bis 2017, plus 112 Klassensiege bis 2025 [32][31]
Was das Wappen bedeutetDas Pferd stammt aus dem Stadtsiegel von Stuttgart; die Geweihstangen sowie das Rot und Schwarz stammen aus dem Wappen von Württemberg-Hohenzollern. Es erschien erstmals Ende 1952 auf einem Hupenknopf. [24]
Bekanntestes ModellDer 911, 1963 als 901 präsentiert. Der einmillionste verließ Zuffenhausen am 11. Mai 2017. [27][66]
VorstandsvorsitzenderMichael Leiters, seit dem 1. Januar 2026; Oliver Blume hatte das Amt ab Oktober 2015 inne [62][65]
Auslieferungen im Jahr 2025279.449 Fahrzeuge, 10,1 Prozent weniger als 2024 [57]

1875–1930

Der Sohn des Klempners aus Böhmen

Ferdinand Porsche wurde am 3. September 1875 in Maffersdorf, Böhmen, dem heutigen Vratislavice nad Nisou in der Tschechischen Republik, als drittes von fünf Kindern des Klempners Anton Porsche geboren. Als sein älterer Bruder 1888 bei einem Werkstattunfall starb, wurde Ferdinand zum vorgesehenen Erben. Stattdessen besuchte er Abendkurse in Elektrotechnik und ging 1893 im Alter von 18 Jahren nach Wien.

Wien lieferte ihm die Idee, die ihn berühmt machte: einen Elektromotor in der Radnabe. Er entwickelte ihn bei der Elektrofirma Béla Egger & Co. und wechselte 1899 zum Karosseriebauer Lohner.

Das Elektroauto Lohner-Porsche feierte seine Premiere auf der Weltausstellung in Paris am 14. April 1900. Zwei Radnabenmotoren mit jeweils 2,5 PS sorgten für 32 km/h und eine Reichweite von etwa 50 km.

Schwarz-Weiß-Foto von etwa 1901–02 eines frühen Lohner-Porsche mit Radnabenmotoren; drei Männer mit Melonen sitzen an Bord, Ferdinand Porsche neben dem Fahrer.
Schwarz-Weiß-Foto von etwa 1901–02 eines frühen Lohner-Porsche mit Radnabenmotoren; drei Männer mit Melonen sitzen an Bord, Ferdinand Porsche neben dem Fahrer. Foto: Unknown photographer (1901–02) · Wikimedia Commons · Public domain · Bearbeitet: zugeschnitten

Als Nächstes kam Benzin. Der Semper Vivus nutzte zwei Benzinmotoren, um Strom für die Radnabenmotoren zu erzeugen. Sowohl Porsche als auch Guinness World Records bezeichnen ihn als den ersten Hybrid, obwohl sie ihn unterschiedlich datieren.

Es folgten zwei Jahrzehnte bei großen Arbeitgebern, und sie endeten schlecht. Porsche war von 1906 bis 1923 Technischer Direktor bei Austro-Daimler, danach bei Daimler in Stuttgart. Nachdem Daimler mit Benz fusioniert hatte, wurde sein Vertrag 1928 nicht verlängert. Bis 1930, nach einer Zeit bei Steyr, war er zurück in Stuttgart.

Quellen: [8][9][10][18][19]

1931–1938

Ein Konstruktionsbüro in der Depression und der Partner, den es verlor

Porsche begann als Konstruktionsbüro, nicht als Automobilhersteller. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH wurde am 25. April 1931 in der Kronenstraße 24 in Stuttgart, während der Weltwirtschaftskrise, eingetragen. Sie verkaufte Ingenieurdienstleistungen an andere Unternehmen, und bis 1948 trug kein Auto ihren Namen.

Es gab drei Gründer. Ferdinand Porsche, 55 Jahre alt, lieferte die Technik. Sein Schwiegersohn Anton Piëch hielt 10 Prozent. Adolf Rosenberger, ein Rennfahrer aus Pforzheim, hielt ebenfalls 10 Prozent und leitete die Finanzen und Kundenkontakte.

Rennsport und Politik brachten die Aufträge. Nach einem ersten Auftrag von Wanderer bestellte die Auto Union Anfang 1933 einen 16-Zylinder-Grand-Prix-Wagen. Am 17. Januar 1934 schickte Ferdinand Porsche dem Reichsverkehrsministerium ein Memorandum über einen Volkswagen, und im Juni desselben Jahres erteilte der Reichsverband der Automobilindustrie seinem Büro den Prototypenvertrag. 1936 beschloss das Regime den Bau einer Fabrik, und Porsche wurde mit der Planung beauftragt.

Die Arbeit finanzierte einen eigenen Standort. 1937 wurde das Unternehmen zu einer Kommanditgesellschaft, und am 26. Juni 1938 bezog es ein neues Gebäude in Zuffenhausen, das zum Werk 1 wurde.

In denselben Jahren wurde ein Gründer verdrängt. Rosenberger, der Jude war, verließ Anfang 1933 die Geschäftsführung und ging nach Paris, wobei er seine Anteile behielt. Ende Juli 1935 musste er seine Anteile zum Nennwert abgeben, und in jenem Jahr wurde er kurzzeitig im Konzentrationslager Kislau festgehalten.

Er emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten und starb 1967 in Los Angeles. Ein Rückerstattungsverfahren im Jahr 1950 endete mit einem Ergebnis, das Porsches eigene Zusammenfassung als dürftig bezeichnet, angegeben mit 50.000 DM und der Wahl eines Autos. Der Historiker Joachim Scholtyseck nennt seine Entfernung in einer gemeinsam von Rosenbergers Nachkommen und Porsche in Auftrag gegebenen Biografie einen mehrstufigen Prozess.

Quellen: [6][7][10][11][12][13][15][1]

1939–1947

Krieg, Zwangsarbeit und der Rückzug nach Gmünd

Porsche wuchs durch seine Nähe zum NS-Regime. Das Deutsche Patent- und Markenamt verzeichnet, dass Ferdinand Porsche die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, der NSDAP beitrat, den SS-Rang eines Oberführers innehatte und Aufträge für einen Volkstraktor und Militärfahrzeuge erhielt.

Zwangsarbeit ist Teil dieser Geschichte. Etwa 20.000 Menschen leisteten während des Krieges Zwangsarbeit im Volkswagen-Werk, rund 5.000 von ihnen waren KZ-Häftlinge, so die Gedenkstätten-Seiten von Volkswagen. Das Patentamt hält fest, dass Porsche dort Zwangsarbeiter einsetzte und deren Bedingungen kannte.

Auch Porsches eigenes Unternehmen setzte Zwangsarbeiter ein. Es hatte lange Zeit etwa 50 Personen anerkannt. Eine Studie des Historikers Wolfram Pyta, die von Porsche in Auftrag gegeben und 2017 veröffentlicht wurde, fand mehr als 400, und im September jenes Jahres wurde am Eingang zu Werk 1 eine Bronzeplakette für sie angebracht.

Ein rot-oranges Porsche 356/2 Coupé, eines der handgefertigten Autos aus dem Werk in Gmünd, ausgestellt im Porsche Museum.
Ein rot-oranges Porsche 356/2 Coupé, eines der handgefertigten Autos aus dem Werk in Gmünd, ausgestellt im Porsche Museum. Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht

Das Urteil über Ferdinand Porsche ist nach wie vor umstritten. Pyta beschreibt einen Unternehmer, der politischen Zugang eher aus wirtschaftlichen Gründen als aus Überzeugung nutzte. Die Stadt Linz kam zu dem Schluss, dass er eine zentrale Rolle in der Kriegswirtschaft spielte und Zwangsarbeit förderte, und hat ihren Porscheweg in Wittgensteinweg umbenannt, ein Schritt, dem Porsche widersprach.

Bombenangriffe verlagerten das Unternehmen aus Deutschland. 1944 zog das Konstruktionsbüro nach Gmünd in Kärnten, Österreich, wo etwa 300 Mitarbeiter in einem ehemaligen Sägewerk arbeiteten. Nach dem Krieg bauten sie Seilwinden und Traktoren und reparierten Militärfahrzeuge. Im Dezember 1945 internierten die Franzosen Ferdinand Porsche. Er wurde im Juli 1947 gegen Kaution freigelassen und im Mai 1948 freigesprochen.

Seine Kinder hielten das Geschäft am Leben. Am 1. April 1947 gründeten Louise Piëch und Ferry Porsche in Gmünd die Porsche Konstruktionen GesmbH. Ihr wichtigster Auftrag war der Cisitalia Typ 360, ein Grand-Prix-Wagen, der 1947 fertiggestellt wurde und nie ein Rennen fuhr. Das Honorar war wichtiger als das Auto.

Quellen: [9][15][14][16][17][6][20][21][73]

1948–1963

Ein eigenes Auto: Gmünd, der 356 und Amerika

Das erste Auto, das den Namen Porsche trug, erhielt am 8. Juni 1948 seine Straßenzulassung. Der in Gmünd gebaute 356 „Nr. 1“ Roadster hatte einen modifizierten Vierzylinder-Boxer von Volkswagen mit 1.131 cm³ und 35 PS vor der Hinterachse sowie eine Aluminiumkarosserie. Porsche betrachtet dieses Datum als die Geburtsstunde der Marke. Ferry Porsche sagte später, er konnte das Auto, von dem er träumte, nicht finden, also baute er es.

Bei den Serienfahrzeugen wurde der Motor hinter die Achse verlegt. Bis 1950 wurden in Österreich etwa 52 Stück in Handarbeit gebaut, und Ferry rechnete damit, insgesamt etwa 500 Sportwagen zu verkaufen.

Ein Vertrag mit Volkswagen machte das Geschäft rentabel. 1948 unterzeichnete die Familie in Bad Reichenhall mit Heinrich Nordhoff von Volkswagen: eine Lizenzgebühr für jeden Käfer, die Freigabe für den 356 und das Recht, Volkswagen nach Österreich zu importieren. Anton Piëch leitete dieses Salzburger Geschäft bis zu seinem Tod 1952, danach übernahm Louise Piëch.

Der silberne 356 „Nr. 1“ Roadster mit roten Sitzen und einer niedrigen Windschutzscheibe, ausgestellt im Porsche Museum in Stuttgart.
Der silberne 356 „Nr. 1“ Roadster mit roten Sitzen und einer niedrigen Windschutzscheibe, ausgestellt im Porsche Museum in Stuttgart. Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht

Die Rückkehr nach Stuttgart war schwierig. Werk 1 war vom US-Militär besetzt, also mietete Porsche sich beim Nachbarn Reutter ein, der die Stahlkarosserien baute. Der erste Zuffenhausener 356 wurde am 6. April 1950 fertiggestellt, und Werk 1 kam erst Ende 1955 zurück. Ferdinand Porsche starb am 30. Januar 1951 im Alter von 75 Jahren.

Amerika wurde innerhalb von fünf Jahren zum wichtigsten Markt. Als Ferry im Herbst 1950 in Paris den New Yorker Importeur Max Hoffman traf, hoffte er auf etwa fünf amerikanische Verkäufe pro Jahr; nach Porsches Darstellung verlangte Hoffman fünf pro Woche. Bis 1955 machten 1.514 Auslieferungen mehr als die Hälfte des Absatzes aus.

Größe und Wettbewerb kamen zusammen. Ein 356 SL gewann bei Porsches Le-Mans-Debüt 1951 seine Klasse. Ferry vollzog am 16. Oktober 1961 den ersten Spatenstich in Weissach. Dan Gurney gewann 1962 den Grand Prix von Frankreich in einem 804, und das Team verließ daraufhin die Formel 1. Am 1. Dezember 1963 kaufte Porsche das Karosseriewerk von Reutter mit etwa 1.000 Mitarbeitern. Der 356 endete 1965 nach etwa 78.000 Autos.

Quellen: [70][20][21][22][23][1][34][36]

1963–1972

Der 911, der 917 und eine Familie, die sich kein Unternehmen teilen konnte

Der 911 stammte vom Enkel des Gründers. Ferdinand Alexander Porsche, bekannt als Butzi, erhielt 1958 die Aufgabe, den Nachfolger des 356 zu entwerfen, und arbeitete dabei mit dem Karosserieingenieur Erwin Komenda zusammen. Er erschien 1963 in Frankfurt als 901.

Der Name hielt nur, bis Peugeot Einspruch erhob und die Rechte an dreistelligen Autonamen mit einer Null in der Mitte beanspruchte. Mit bereits gedruckten Plakaten und gestanzten Schriftzügen verdoppelte F.A. Porsche die 1, und der 911 ging 1964 in Serienproduktion.

Der andere Enkel des Gründers trieb Porsche zu Gesamtsiegen. Ferdinand Piëch stieg am 1. April 1963 in die Motorenerprobung ein und leitete ab 1968 die Entwicklung. Der erste 917, basierend auf Hans Mezgers Skizzen, wurde am 10. März 1969 fertiggestellt, und die vom Reglement geforderten 25 Autos standen am 21. April bereit.

Das rot-weiße Porsche 917 KH Coupé mit der Nummer 23, das 1970 in Le Mans gewann, ausgestellt im Porsche Museum
Das rot-weiße Porsche 917 KH Coupé mit der Nummer 23, das 1970 in Le Mans gewann, ausgestellt im Porsche Museum. Foto: Morio · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Le Mans dauerte ein weiteres Jahr. 1969 kam Hans Herrmann vier Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Am 14. Juni 1970 bescherten Herrmann und Richard Attwood Porsche 19 Jahre nach dem Debüt den ersten Gesamtsieg in einem 917 in den Farben von Porsche Salzburg.

Der Erfolg löste das Problem der Familie nicht. Ein Nachruf auf F.A. Porsche aus dem Jahr 2012 beschreibt eine Fehde mit seinem Cousin Piëch, die Ferry dazu veranlasste, beide zu entfernen. Das Unternehmen wurde ab dem 1. August 1972 zu einer Aktiengesellschaft, der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, mit 50 Millionen DM Kapital, und die Familien vereinbarten, dass keines ihrer Mitglieder einen Managementposten innehaben würde. Ferry saß dem Aufsichtsrat vor und Ernst Fuhrmann leitete den Vorstand. Piëch ging zu Audi.

Quellen: [28][27][1][30][35][33][21][10][65]

1972–1992

Der Versuch, den 911 zu ersetzen, und der Beinahe-Untergang

Porsche verbrachte die 1970er Jahre damit, sich auf eine Zukunft ohne den 911 vorzubereiten. Ernst Fuhrmann plante, ihn auslaufen zu lassen. Der 924, ein Gemeinschaftsprojekt, das Volkswagen 1975 aufgab und an Porsche übergab, verkaufte sich mehr als 150.000 Mal. Der 928, der 1977 in Genf als moderner Nachfolger des 911 gezeigt wurde, erreichte etwa 61.000 Stück.

Der Plan scheiterte am Geld. 1980 machte Porsche den ersten Verlust seiner Geschichte, und Fuhrmann wurde abgelöst. Peter Schutz begann im Januar 1981 und machte in seiner dritten Woche die Entscheidung rückgängig, den 911 einzustellen.

Die frühen 1980er Jahre waren ein Boom. Die Verkäufe stiegen von etwa 28.000 in den Jahren 1980-81 auf einen Höchststand von 53.000 im Jahr 1986. 1984 brachte Porsche Vorzugsaktien an die Börse, während die Familien die Stammaktien behielten. Der 956 und der 962 C gewannen von 1982 bis 1987 jedes Jahr in Le Mans, und ein Motor, der für McLaren unter dem Namen TAG gebaut wurde, gewann 25 Grands Prix.

Ein früher grüner Porsche 924 mit hochgeklappten Klappscheinwerfern, ausgestellt im Porsche Museum
Ein früher grüner Porsche 924 mit hochgeklappten Klappscheinwerfern, ausgestellt im Porsche Museum. Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Dann brach der amerikanische Markt weg. Nach dem Börsencrash von 1987 und einem schwachen Dollar wurde Schutz am 1. Januar 1988 durch den Finanzdirektor Heinz Branitzki ersetzt. 1991/92 lieferte Porsche nur noch 23.060 Autos aus, und 1993 erreichten die Verkäufe mit etwa 14.000 ihren Tiefpunkt. Anfang der 1990er Jahre steuerte das Unternehmen auf einen Verlust von 150 Millionen $ zu.

Auftragsarbeiten halfen, Zuffenhausen auszulasten. Daimler-Benz beauftragte Porsche 1988 mit der Entwicklung des Mercedes-Benz 500 E, und Porsche baute bis April 1995 10.479 Stück.

Eine Rückkehr in die Formel 1 machte die Dinge schlimmer. Hans Mezgers 3512 V12 für Footwork lag weit über seinem Gewichtsziel von 150 kg und überschritt auf dem Prüfstand Berichten zufolge nie 510 PS. Footwork kehrte 1991 zu Cosworth-Motoren zurück, und Porsche räumte ein, die Ziele verfehlt zu haben, wodurch das Team sein Geld zurückerhielt. Eine IESE-Fallstudie hält fest, dass Beobachter erwarteten, Porsche würde verschwinden oder von Volkswagen oder Daimler-Benz geschluckt werden.

Quellen: [39][10][40][37][38][46][34][33][44][42][41][36][43]

1992–2005

Lean Production, der Boxster und der dritte Porsche

Die Erholung wurde von Wendelin Wiedeking geleitet. Er kehrte 1991 zurück, um die Produktion zu leiten, wurde am 1. Oktober 1992 Sprecher des Vorstands und 1993 dessen Vorsitzender.

Die ersten Änderungen fanden in der Fabrik statt. Wiedeking reduzierte die Zahl der Manager um 35 Prozent und holte japanische Berater unter der Leitung von Chihiro Nakao. Im Herbst 1992, wie IndustryWeek später berichtete, ließ Nakao ihn die Lagerregale entlang der Linie mit einer Kreissäge halbieren. Die benötigten Stunden für den Bau eines 911 sanken von 120 auf 60.

Die Modellpalette schrumpfte. Der 928 und der 968 endeten 1995. Porsches eigene Darstellung schreibt dem 1996 eingeführten Boxster mit Mittelmotor den Beginn der Erholung zu.

Ein schwarzer Boxster der ersten Generation (986) mit geschlossenem Stoffdach, von oben gesehen, während er einen Parkplatz überquert
Ein schwarzer Boxster der ersten Generation (986) mit geschlossenem Stoffdach, von oben gesehen, während er einen Parkplatz überquert. Foto: Dorieo · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Die Luftkühlung endete beim 911 wegen der Emissionen. Neue Abgasvorschriften erforderten Vierventilköpfe, die laut Porsche nur mit Wasser zuverlässig gekühlt werden konnten. Der 996 von 1997 war der erste wassergekühlte Serien-911, der parallel zum Boxster auf einer neuen Plattform entwickelt wurde, mit der er sich Teile teilte. Porsche baute 175.262 Stück.

Eine dritte Baureihe entsprang der gleichen Logik. Auf Anraten seiner US-Vertriebsorganisation entschied sich Porsche für einen Geländewagen statt eines Vans und kündigte das Projekt im Juni 1998 mit Volkswagen an. Ferry Porsche, der 1989 vorhergesagt hatte, dass die Leute einen kaufen würden, wenn das Wappen auf der Front prangt, starb am 27. März 1998 im Alter von 88 Jahren.

Der Cayenne wurde zum finanziellen Fundament des Unternehmens. Gebaut in einem neuen, im August 2002 eröffneten Werk in Leipzig, sollte er sich etwa 25.000 Mal pro Jahr verkaufen; die erste Generation verkaufte sich in acht Modelljahren 276.652 Mal.

Quellen: [65][46][42][40][44][45][33][71]

2005–2012

Die gescheiterte Übernahme von Volkswagen

Porsche, ein weitaus kleineres Unternehmen, versuchte, Volkswagen zu übernehmen. Im September 2005 kündigte es Pläne für etwa 20 Prozent an. Bis März 2007 hielt es knapp 31 Prozent, und im Juni 2007 wurden die Beteiligung und die Porsche AG unter einer neuen Muttergesellschaft, der Porsche Automobil Holding SE, zusammengefasst.

Ein Sonntag im Jahr 2008 machte das Übernahmeangebot zu einem Marktereignis. Am 26. Oktober meldete die Porsche SE 42,6 Prozent plus Optionen auf weitere 31,5 Prozent und gab an, 75 Prozent anzustreben. Die Stammaktien von Volkswagen stiegen von etwa 211 Euro auf mehr als 1.005 Euro zwei Handelstage später, was das Unternehmen kurzzeitig zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt machte. Akademische Autoren schätzen, dass Leerverkäufer mehr als 20 Milliarden Euro verloren.

2009 ging das Geld aus. Porsche erreichte im Januar 50,76 Prozent der Volkswagen-Stammaktien, gab aber am 6. Mai seinen Übernahmeplan zugunsten einer Fusion auf, wobei die Schulden auf etwa 9 Milliarden Euro beziffert wurden.

Das Angebot kostete seine Architekten ihre Jobs. Am 23. Juli 2009 verließen Wiedeking und Finanzchef Holger Härter das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Wiedeking hatte sich der von Ferdinand Piëch vorangetriebenen Fusion widersetzt, der den Aufsichtsrat von Volkswagen leitete und dessen Familie Porsche kontrollierte.

Das weiße, kantige Gebäude des Porsche Museums am Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen, auf schrägen Stützen erhöht
Das weiße, kantige Gebäude des Porsche Museums am Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen, auf schrägen Stützen erhöht. Foto: Giftzwerg 88 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Stattdessen kaufte Volkswagen schließlich Porsche. Nachdem das Unternehmen bereits 49,9 Prozent hielt, übernahm es die restlichen 50,1 Prozent am 1. August 2012 für 4,46 Milliarden Euro in bar plus eine Volkswagen-Stammaktie, zwei Jahre früher als geplant.

Die Familien blieben dennoch an der Spitze des Konzerns. Die Porsche SE bleibt mit 53,3 Prozent der Stammaktien der größte Aktionär von Volkswagen, und Mitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle Stammaktien der Porsche SE.

Das Strafverfahren endete mit einem Freispruch. Am 18. März 2016 sprach das Landgericht Stuttgart Wiedeking und Härter vom Vorwurf der Marktmanipulation frei und lehnte eine Geldstrafe gegen die Porsche SE ab.

Quellen: [47][48][49][51][3][4][52][10]

2015–2026

Zurück an der Börse und der Elektro-Plan auf dem Rückzug

Die Blume-Jahre begannen mit starken Ergebnissen und einem Skandal. Oliver Blume wurde im Oktober 2015 Vorstandsvorsitzender. Der 919 Hybrid gewann 2015, 2016 und 2017 in Le Mans und holte damit Porsches 19. Gesamtsieg. Am 7. Mai 2019 verhängte die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Porsche ein Bußgeld in Höhe von 535 Millionen Euro wegen Aufsichtspflichtverletzungen in der Diesel-Abgasaffäre.

Die Elektro-Wette nahm mit dem Taycan Gestalt an, der 2019 als erstes vollelektrisches Modell von Porsche vorgestellt wurde. Batterieelektrische Autos erreichten 2025 einen Anteil von 22,2 Prozent der Auslieferungen.

Volkswagen brachte einen Teil von Porsche zurück an den Markt. Am 29. September 2022 wurden Vorzugsaktien, die 12,5 Prozent des Kapitals entsprachen, zu 82,50 Euro in Frankfurt gehandelt, was das Unternehmen mit rund 78 Milliarden Euro bewertete. Die Porsche SE zahlte rund 10,1 Milliarden Euro für 25 Prozent plus eine der Stammaktien.

Die Jahre nach dem Börsengang verliefen schlecht. Porsche verschob am 19. September 2025 seine nächste Elektro-Plattform und kündigte an, dass ein neues SUV oberhalb des Cayenne nur mit Verbrennungs- und Plug-in-Hybridmotoren auf den Markt kommen würde, und verwies dabei auf US-Zölle, China und eine langsamere Nachfrage nach Elektroautos. Drei Tage später verließ das Unternehmen den DAX.

Ein blauer Porsche Taycan, schräg von hinten gesehen, mit seinem durchgehenden Leuchtenband
Ein blauer Porsche Taycan, schräg von hinten gesehen, mit seinem durchgehenden Leuchtenband. Foto: Alexander-93 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht

Die Zahlen für 2025 zeigten die Kosten. Die Auslieferungen sanken um 10,1 Prozent auf 279.449, und der operative Gewinn fiel von 5,64 Milliarden Euro auf 413 Millionen nach rund 3,9 Milliarden Euro an außerordentlichen Aufwendungen.

Auch im Rennsport und bei Nebeninvestitionen wurde gekürzt. Porsche kündigte im Oktober 2025 an, die Langstrecken-Weltmeisterschaft zu verlassen und damit ab 2026 nicht mehr um Gesamtsiege in Le Mans zu kämpfen, während man in der amerikanischen IMSA-Serie verbleibe. Im April 2026 verkaufte das Unternehmen seine Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group.

Michael Leiters, ehemaliger Porsche-Ingenieur und Chef von McLaren Automotive, übernahm am 1. Januar 2026 die Leitung. Am 28. Juli einigten sich Porsche und die IG Metall darauf, bis 2035 weitere 5.000 Stellen abzubauen, um im Gegenzug Zuffenhausen und Weissach bis dahin abzusichern; mit früheren Kürzungen beziffern Berichte die Gesamtzahl auf rund 9.000 oder 20 Prozent der Belegschaft.

Die ersten Ergebnisse sind besser. Der operative Gewinn für die ersten neun Monate des Jahres 2026 betrug 1,74 Milliarden Euro, gegenüber 40 Millionen ein Jahr zuvor, und die Verkäufe des 911 stiegen um 12 Prozent, das einzige Modell, das wuchs. Leiters' erklärter Plan ist ein kleineres Unternehmen, das auf exklusiveren, margenstärkeren Autos aufbaut.

Quellen: [65][32][53][1][57][54][5][56][55][63][61][62][60][59][58]

Wer waren die wichtigsten Personen bei Porsche?

  • Ferdinand Porsche 1875–1951

    Ingenieur und Gründer

    Baute 1900 den Lohner-Porsche, gründete 1931 das Konstruktionsbüro und entwarf den Volkswagen. Seine Arbeit für das NS-Regime, sein SS-Rang und der Einsatz von Zwangsarbeitern sind Teil seiner Geschichte. [8][9][18]

  • Adolf Rosenberger 1900–1967

    Mitbegründer, Rennfahrer und kaufmännischer Leiter

    Brachte Kapital und Kontakte in das Unternehmen von 1931 ein und leitete dessen Finanzen. Als Jude wurde er 1935 herausgedrängt, kurzzeitig in Kislau inhaftiert und emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten. [11][12][13]

  • Louise Piëch active from 1947

    Mitbegründerin des österreichischen Unternehmens und Leiterin des Salzburger Geschäfts

    Während ihr Vater inhaftiert war, gründete sie 1947 zusammen mit Ferry die Porsche Konstruktionen. Nach dem Tod ihres Mannes Anton im Jahr 1952 übernahm sie die Leitung in Salzburg und baute das Volkswagen-Importgeschäft auf. [21]

  • Ferry Porsche 1909–1998

    Schöpfer des 356 und Aufsichtsratsvorsitzender

    Sohn des Gründers Ferdinand. Er konzipierte das erste Auto mit dem Namen Porsche, hielt das Unternehmen während der Internierung seines Vaters am Laufen und leitete die Umwandlung von 1972, die die Familie aus der Geschäftsführung nahm. [69][65][70][1]

  • Ferdinand Alexander "Butzi" Porsche 1935–2012

    Designer des 911

    Ferrys ältester Sohn. Er formte den 911, machte aus dem Namen 901 den 911, ging 1972, um Objekte der Marke Porsche zu entwerfen, und kehrte von 1990 bis 1993 als Vorsitzender zurück. [28][27][65]

  • Ferdinand Piëch at Porsche 1963–1972; died 2019

    Entwicklungschef bei Porsche, später Volkswagen-Vorsitzender

    Der Enkel des Gründers leitete die Arbeit am 917, der den ersten Sieg in Le Mans brachte. Durch die Regelung von 1972 herausgedrängt, kehrte er als Volkswagen-Vorsitzender zurück, um 2009 gegen Wiedeking anzutreten. [30][49]

  • Hans Mezger active 1960s–1990s

    Motorenkonstrukteur

    Skizzierte den 917 und entwarf den 3512 V12, der 1991 in der Formel 1 scheiterte. Die Bandbreite seiner Arbeit zeigt beide Seiten von Porsches Rennsport-Ingenieurskunst. [35][36]

  • Peter Schutz CEO 1981–1987; died 2017

    Vorstandsvorsitzender

    Machte in seiner dritten Woche die Entscheidung rückgängig, den 911 einzustellen, verdoppelte die Verkaufszahlen fast und ging inmitten des amerikanischen Abschwungs der späten 1980er Jahre. [37][38]

  • Wendelin Wiedeking CEO 1992–2009

    Vorstandsvorsitzender

    Baute die Produktion mit japanischen Beratern um und beaufsichtigte den Boxster, 996 und Cayenne, bevor er das gescheiterte Übernahmeangebot für Volkswagen leitete. 2016 vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen. [42][65][49][52]

  • Michael Leiters CEO since 2026

    Vorstandsvorsitzender

    Nach 13 Jahren bei Porsche und Stationen als Technikchef von Ferrari und CEO von McLaren Automotive übernahm er, kurz nachdem der operative Gewinn 2025 um 92,7 Prozent gefallen war, und richtet das Unternehmen auf margenstärkere Autos aus. [62][59][57]

Wem gehörte Porsche?

JahreEigentümerWas geschah
1931–1937Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH: Ferdinand Porsche, Anton Piëch and Adolf RosenbergerRosenberger und Piëch hielten jeweils 10 Prozent. Rosenberger musste seinen Anteil 1935 zum Nennwert abgeben. [10][11][13]
1937–1972Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG: the Porsche and Piëch familiesEine Kommanditgesellschaft. In Österreich gründeten Louise Piëch und Ferry Porsche 1947 zudem die Porsche Konstruktionen GesmbH, aus der das Salzburger Geschäft hervorging. [10][9][21]
1972–1984Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: the Porsche and Piëch familiesAm 1. August 1972 mit 50 Millionen DM Kapital in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Familien verließen die Geschäftsführung und agierten über den Aufsichtsrat. [1][10]
1984–2007The Porsche and Piëch families (ordinary shares); public investors (preference shares)Porsche ging 1984 an die Börse: 875.000 Vorzugsaktien wurden notiert, wobei die Familien 875.000 Aktien hielten. [46]
2007–2009Porsche Automobil Holding SEEine neue Muttergesellschaft, gegründet im Juni 2007, hielt die Porsche AG und die wachsende Volkswagen-Beteiligung. [47]
2009–2012Porsche SE (50.1 per cent) and Volkswagen AG (49.9 per cent)Vereinbart nach dem gescheiterten Übernahmeangebot. Qatar Holding stimmte zudem zu, einen Stimmrechtsanteil von 10 Prozent an Porsche zu übernehmen. [51][50][10]
2012–2022Volkswagen AG (100 per cent)Ab dem 1. August 2012 über eine Zwischenholding für 4,46 Milliarden Euro in bar plus eine Volkswagen-Stammaktie. [51][10]
2022–presentVolkswagen AG (majority); Porsche SE (25 per cent plus one ordinary share); public investorsVorzugsaktien am 29. September 2022 notiert. Die Investorenseite der Porsche AG gibt Volkswagen und die Porsche SE als Inhaber der Stammaktien an (Stand 31. Dezember 2025), und die Presse bezeichnet Porsche auch 2026 noch als mehrheitlich im Besitz von Volkswagen. Mitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle Stammaktien der Porsche SE. [2][3][4][5][54][59]

Fragen zur Geschichte von Porsche

Wem gehört Porsche heute?

Die Volkswagen AG ist Mehrheitseigentümer der Porsche AG und hält rund 75 Prozent der stimmberechtigten Aktien sowie die meisten der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien. Die Porsche SE, deren stimmberechtigte Aktien den Familien Porsche und Piëch gehören, hält 25 Prozent plus eine der stimmberechtigten Aktien. Die übrigen Vorzugsaktien werden in Frankfurt unter dem Symbol P911 gehandelt. [2][3][4][54]

Wer hat Porsche gegründet und wann?

Ferdinand Porsche, sein Schwiegersohn Anton Piëch und der Rennfahrer Adolf Rosenberger gründeten am 25. April 1931 die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, ein Konstruktionsbüro in Stuttgart. Es verkaufte Ingenieurdienstleistungen an andere Unternehmen. Das erste Auto mit dem Namen Porsche, der 356 „Nr. 1“ Roadster, folgte im Juni 1948 in Gmünd, Österreich, unter Ferry Porsche. [6][11][70]

Gehört Porsche zu Volkswagen?

Ja. Die Porsche AG gehört seit dem 1. August 2012 zum Volkswagen-Konzern, und Volkswagen hält auch nach dem Börsengang 2022 die Mehrheit. Die Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit: Die Porsche SE, die von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird, hält 53,3 Prozent der Stammaktien von Volkswagen, sodass die Familien die größte Aktionärsgruppe hinter Volkswagen bleiben. [10][2][3][4]

Was war der erste Porsche?

Das erste Auto, das den Namen Porsche trug, war der 356 „Nr. 1“ Roadster, gebaut in Gmünd, Österreich, mit einer Straßenzulassung vom 8. Juni 1948. Er hatte einen modifizierten Vierzylinder-Boxer von Volkswagen mit 1.131 cc und 35 PS vor der Hinterachse und eine Aluminiumkarosserie. Er blieb ein Einzelstück, und die Serien-356er setzten den Motor hinter die Achse. [70][20]

Warum wird der Porsche 911 als 911 und nicht als 901 bezeichnet?

Porsche präsentierte das Auto 1963 als 901. Peugeot legte Widerspruch ein und beanspruchte in Frankreich die Rechte an dreistelligen Autonamen mit einer Null in der Mitte. Marketingmaterial und Schriftzüge waren bereits vorbereitet, also verdoppelte der Designer Ferdinand Alexander Porsche einfach die 1. Der umbenannte 911 ging 1964 in Serie und hat die Nummer seitdem behalten. [27][1]

Was bedeutet das Porsche-Wappen?

Das Porsche-Wappen verbindet zwei Embleme der Heimat des Unternehmens. Das Pferd stammt aus dem Stadtsiegel von Stuttgart, dessen Name darüber steht, und die Geweihstangen sowie die roten und schwarzen Streifen stammen aus dem Wappen von Württemberg-Hohenzollern. Franz Xaver Reimspieß zeichnete es Anfang 1952, nachdem der amerikanische Importeur Max Hoffman nach einem Qualitätssiegel gefragt hatte. [24][25]

Wie oft hat Porsche die 24 Stunden von Le Mans gewonnen?

Porsche hat die 24 Stunden von Le Mans 19 Mal in der Gesamtwertung gewonnen, so oft wie kein anderes Team laut Guinness World Records. Der erste Sieg gelang am 14. Juni 1970 mit einem 917, der jüngste am 18. Juni 2017 mit einem 919 Hybrid. Porsche verzeichnet zudem 112 Klassensiege bis 2025. Der Werksprototyp verließ das Rennen nach 2025. [32][31][1][63][64]

Hat Ferdinand Porsche mit den Nazis zusammengearbeitet?

Ja. Ferdinand Porsche entwarf den Volkswagen für das NS-Regime, trat in die Partei ein und hatte den SS-Rang eines Oberführers inne. Etwa 20.000 Menschen leisteten während des Krieges Zwangsarbeit im Volkswagen-Werk, und eine von Porsche in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2017 fand mehr als 400 in der Porsche KG selbst. Historiker und Institutionen sind sich bis heute uneins, wie sehr ihn die Ideologie antrieb. [9][15][14][17]

Wer war Adolf Rosenberger?

Adolf Rosenberger war ein jüdischer Rennfahrer und Geschäftsmann aus Pforzheim, der Porsche 1931 mitbegründete und die Finanzen leitete. Er verließ die Geschäftsführung 1933, war 1935 kurzzeitig im Konzentrationslager Kislau inhaftiert und musste in diesem Jahr seine Anteile abgeben. Er emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten und starb 1967 in Los Angeles. [11][12][13]

Hat Porsche den Volkswagen Käfer entworfen?

Das Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche hat ihn entwickelt. Er schickte im Januar 1934 eine Denkschrift an das Reichsverkehrsministerium, und sein Büro erhielt im Juni desselben Jahres den Vertrag für den Prototyp und plante später das Werk. Tatra klagte vor dem Krieg wegen des Designs, und Volkswagen zahlte danach einen Vergleich. Nach 1948 verdiente Porsche an jedem gebauten Käfer eine Lizenzgebühr. [15][6][9][67][21]

Warum scheiterte die Übernahme von Volkswagen durch Porsche?

Porsche baute seine Volkswagen-Beteiligung ab 2005 mit hohen Krediten und Optionen auf und erreichte im Januar 2009 50,76 Prozent der Stammaktien. Das Unternehmen hatte während der Finanzkrise Schulden in Höhe von etwa 9 Milliarden Euro und konnte das Geschäft nicht abschließen. Wiedeking ging am 23. Juli 2009, und Volkswagen übernahm am 1. August 2012 die vollständige Kontrolle über die Porsche AG. [47][48][49][51]

Stand Porsche Anfang der 1990er Jahre kurz vor der Pleite?

Porsche war in ernsthaften Schwierigkeiten. Der Absatz fiel von mehr als 50.000 Autos im Jahr 1986 auf etwa 14.000 im Jahr 1993, und Anfang der 1990er Jahre steuerte das Unternehmen auf einen Verlust von 150 Millionen $ zu. Beobachter erwarteten, dass es verschwinden oder von einem größeren Konzern geschluckt werden würde. Wendelin Wiedeking senkte die Kosten mit japanischen Beratern, und der Boxster von 1996 leitete die Erholung ein. [42][43][44][38]

Was ist an der Geschichte von Porsche umstritten?

Wo sich Quellen widersprechen oder eine populäre Version nicht standhält, sagen wir es hier, anstatt stillschweigend eine auszuwählen.

  • Rosenberger verließ Porsche aus wirtschaftlichen Gründen.

    Eine Tafel im Porsche Museum nannte wirtschaftliche Gründe für seinen Rückzug aus der Geschäftsführung im Jahr 1933, und so erklärt auch die Porsche-Zusammenfassung von 2026 diesen Schritt. Scholtysecks Biografie, die das Familienarchiv nutzt, das Pytas Buch von 2017 nicht berücksichtigte, behandelt seinen Verlust der Teilhaberschaft bis Juli 1935 als erzwungen, innerhalb eines mehrstufigen Prozesses. [11][12][13]

  • Ferdinand Porsche diente dem Regime nur aus geschäftlichem Interesse.

    Das ist die Lesart von Pytas von Porsche in Auftrag gegebener Studie aus dem Jahr 2017. Das Deutsche Patentamt beschreibt eine enge persönliche Verbindung zu Hitler, und die Stadt Linz kam zu dem Schluss, dass er Zwangsarbeit aktiv förderte und die daraus resultierenden Todesfälle in Kauf nahm. Pyta und das Unternehmen betonen, dass er nie als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. [14][9][17]

  • Warum die Franzosen Ferdinand Porsche inhaftierten.

    Die Pyta-Studie bringt es mit einem Streit zwischen Renault und Peugeot über einen möglichen französischen Volkswagen in Verbindung. Das Deutsche Patentamt nennt die Übernahme von Peugeot während der Besatzung. Beide Quellen stimmen über seinen Freispruch im Jahr 1948 überein. [14][9]

  • Was mit dem Cisitalia-Geld bezahlt wurde.

    Die Porsche Holding sagt, dass die Einnahmen aus dem Typ 360 die Kaution von Ferdinand Porsche bezahlten. Das 911-Magazin von Porsche sagt, dass der Vertrag Ferrys Sportwagen finanzierte. Beides mag teilweise wahr sein, aber die Quellen schlüsseln das Geld nicht auf. [21][20]

  • Der Semper Vivus war der erste Hybrid, gebaut im Jahr 1900.

    Porsche gibt 1900 an und nennt ihn den ersten funktionsfähigen Hybriden. Guinness World Records nennt ihn ebenfalls den ersten, datiert ihn aber auf Januar 1901. Wir geben nur an, was diese Quellen behaupten, und haben nicht festgestellt, dass kein früheres benzin-elektrisches Fahrzeug existierte. [18][19]

  • Wie der Käfer-Streit von Tatra endete.

    Das Patentamt gibt an, dass die deutsche Besetzung der Tschechoslowakei 1939 die Klage gegen Porsche stoppte. Bezüglich der Nachkriegseinigung nennt eine Quelle, die eine Ledwinka-Biografie zitiert, 1 Million DM im Jahr 1965; ein auf einem Interview basierender Artikel nennt drei Millionen D-Mark ohne Datum. Direkte Behauptungen, der Käfer sei kopiert worden, sind unbestätigt. [9][67][68]

  • Wie viele Mitarbeiter das Konstruktionsbüro zu Beginn hatte.

    Das Porsche-Magazin Christophorus spricht von 19 Mitarbeitern. Die Porsche-Historie der Volkswagen Group nennt 12 Mitarbeiter. [7][10]

  • Wer den 911 wirklich formte.

    Porsche schreibt dies Ferdinand Alexander Porsche zu. Sein Nachruf von 2012 besagt, dass er mit dem Karosserieingenieur Erwin Komenda zusammenarbeitete. Der Historiker Karl Ludvigsen sagt, dass Heinrich Klie tatsächlich die Fastback-Linien modellierte, als Butzi zögerte. [72][28][29]

  • Wer das Volkswagen-Logo entwarf, das Reimspieß zur Wahl für das Wappen machte.

    Ein Porsche-Artikel besagt, dass Reimspieß das Volkswagen-Logo 1936 entwarf. Ein älterer sagt nur, dass er es vermutlich entworfen hat. Die Berichte über die Hoffman-Anfrage von 1951 variieren ebenfalls: Einer verortet sie bei einem Geschäftsessen in New York, ein anderer lediglich während Ferrys Besuch dort. [24][25][26]

  • Wie viele 356 gebaut wurden, und wie viele im Jahr 1950.

    Porsche gibt insgesamt etwa 78.000 an, seine nordamerikanische Geschichtsseite 77.361 und Motor Sport etwa 77.000. Für 1950 lauten die Porsche-Zahlen 317 und 369. [22][46][69][20]

  • Wann Peter Schutz ging.

    Der Nachruf von Porsche besagt, dass er 1987 ging. Presseberichte datieren die Übergabe an Heinz Branitzki auf den 1. Januar 1988, sodass beide möglicherweise denselben Wechsel beschreiben. [37][38]

  • Ob Porsche 2008 den Aktienkurs von Volkswagen manipulierte.

    Das Landgericht Stuttgart sprach Wiedeking und Härter am 18. März 2016 frei und lehnte eine Geldstrafe gegen die Porsche SE ab. Akademische Autoren, die über den Squeeze schreiben, argumentieren, dass es sich um eine Manipulation handelte, die Porsche vor der Insolvenz retten sollte. Das Strafverfahren ist abgeschlossen; die akademische Debatte nicht. [52][48][74]

Quellen

Jede obige Behauptung ist mit diesen Dokumenten belegt. Die Zahlen in Klammern verweisen hierher.

  1. Heritage, Porsche AG Investor Relations
  2. Shareholder structure, Porsche AG Investor Relations
  3. Investments, Porsche Automobil Holding SE
  4. Shareholder structure, Porsche Automobil Holding SE
  5. Final closing of the acquisition of stake in Porsche AG, Porsche Automobil Holding SE
  6. Innovative by tradition: 90 years of engineering services by Porsche, Porsche Newsroom
  7. How It All Began (Christophorus 398), Porsche Christophorus
  8. Origins (Christophorus 381), Porsche Newsroom
  9. Ferdinand Porsche (Milestones: Automobiles), German Patent and Trade Mark Office (DPMA)
  10. The history of Porsche, Volkswagen Group
  11. Study traces the life of Porsche co-founder Adolf Rosenberger, Porsche Newsroom
  12. Study: Porsche co-founder Rosenberger forced out during the Nazi era (dpa-AFX), MarketScreener
  13. Porsche reckons with history of forgotten Jewish co-founder, Central Registry of Looted Cultural Property
  14. The history of the Porsche engineering office (Pyta study), Porsche Newsroom
  15. Place of Remembrance of Forced Labor, Volkswagen Group
  16. Porsche to investigate Nazi forced labour claims, The Local (Germany)
  17. Reckoning with the Nazi past: Austria plans to rename streets honoring problematic figures, The Organization for World Peace
  18. Porsche wheel hub motor development, Porsche Newsroom
  19. First hybrid vehicle, Guinness World Records
  20. Porsche 911 Magazine, episode 13: Sports car DNA, the 356 from Gmünd, Porsche Newsroom
  21. A brand is born (Louise Piëch and Ferry Porsche), Porsche Holding Salzburg
  22. 75 years of production in Zuffenhausen, Porsche Newsroom
  23. Porsche in America: a review, part 1, Porsche Newsroom
  24. How the Porsche Crest was created, Porsche Newsroom
  25. Our top horse in the stable, Porsche Newsroom
  26. The Porsche badge came from a business dinner, The Journal (ClassicCars.com)
  27. 1963: The middle zero moment, Porsche Newsroom
  28. From Porsche dynasty to design legend (obituary of F.A. Porsche), Mail & Guardian
  29. 356 to 911: Porsche's Troublesome Transition (Karl Ludvigsen), stuttcars.com
  30. Obituary: Ferdinand Piëch, Porsche Newsroom
  31. Porsche Takes 112th Class Win at Le Mans, Earn Second Overall, Porsche Newsroom
  32. Most team wins at the Le Mans 24-hour race, Guinness World Records
  33. 75 years of Porsche sports cars: motorsport history, Porsche Newsroom
  34. Porsche at Le Mans: the history, Porsche Newsroom
  35. The Porsche 917-001 restoration, Porsche Newsroom
  36. When Porsche was a bigger F1 flop than Honda, Autosport
  37. Obituary: Peter W. Schutz, Porsche Newsroom
  38. Former Porsche CEO Peter Schutz dies, Autoblog
  39. Ernst Fuhrmann, Wikipedia
  40. Time lapse: Porsche's transaxle models, Porsche Newsroom
  41. Tracing the story of the Mercedes-Benz 500 E, Porsche Newsroom
  42. Back In High Gear, IndustryWeek
  43. Porsche: The Crisis of 1992, IESE Publishing
  44. Cayenne anniversary: 20 years of a success story, Porsche Newsroom
  45. 60 Years Porsche 911: 5th generation (996), 1997-2005, Porsche Newsroom
  46. Porsche Cars North America: historical background, Porsche Newsroom
  47. Chronologie der Porsche-Ereignisse, Auto Bild
  48. Market Efficiency and Limits to Arbitrage: Evidence from the Volkswagen Short Squeeze, Harvard Law School Forum on Corporate Governance
  49. Porsche CEO quits, VW agrees to merger plan (AP), NBC News
  50. Qatar takes key VW-Porsche stake, Gulf News
  51. Volkswagen completes Porsche takeover, The Christian Science Monitor
  52. Former members of the Porsche SE Executive Board acquitted, Porsche Automobil Holding SE
  53. Porsche to pay 535 million euro fine over diesel affair, CNBC
  54. Porsche AG initial public offering, P911, Frankfurt Stock Exchange, Porsche Newsroom
  55. Luxury carmaker Porsche to drop out of Germany's DAX index as U.S. tariffs bite, CNBC
  56. Porsche AG sets final steps in the realignment of its product strategy, Porsche AG release via Placera
  57. Porsche is realigning itself: "Leaner, faster and even more desirable", Porsche Newsroom
  58. Porsche profit rebounds in 2026 after restructuring costs, Business Day
  59. Porsche restructuring starting to pay off, says CEO Leiters, Sowetan
  60. Porsche's job-cut deal: 5,000 positions to go, but two plants get a decade-long lifeline, ad-hoc-news
  61. Porsche and Bugatti Rimac go their separate ways, Auto Express
  62. Dr. Michael Leiters becomes CEO on 1 January 2026, Porsche Newsroom
  63. Porsche to quit racing in Le Mans 24 Hours from 2026, Business Day
  64. Porsche 963 completely absent as WEC publishes entry list for 2026, Autosport
  65. 75 years of Porsche sports cars: People, Models, Milestones, Porsche Newsroom
  66. The one-millionth Porsche 911, Porsche Newsroom
  67. Tatra 97, Wikipedia
  68. The VW Bug's Rare and Quirky Czech Mate, Collectors Weekly
  69. Ferdinand 'Ferry' Porsche 1909-1998, Motor Sport Magazine
  70. Porsche 356 "No. 1" Roadster, Porsche Museum press kit, Porsche Newsroom
  71. Milestones of the brand, Porsche Museum press kit, Porsche Newsroom
  72. 60 Years Porsche 911: 1st generation, design and model variants, Porsche Newsroom
  73. Erneute Forderung nach Umbenennung der Linzer Dinghoferstraße, Tips
  74. Wendelin Wiedeking, Wikipedia (German)

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Stuttgart Edition · Ursprünge

Die Porsche-Chronik

Die Porsche-Geschichte, vom ersten Entwurf bis zum Taycan. Jedes Modell, die wichtigsten Versionen, die Rennen, die den Namen prägten, und die Menschen dahinter. Scrolle durch die Jahre, filtere nach deinen Interessen und öffne jeden Moment für Details und Quellen.

181 Momente · 33 Baureihen · 151 Jahre

Vor dem Wappen

Ein Ingenieur aus Böhmen baut Elektroautos, Rennwagen und einen Volkswagen für andere, lange bevor ein Auto seinen Namen trägt.

  1. 1875

    Schwarz-Weiß-Porträt von Ferdinand Porsche um 1940, der durch den Kranz eines Lenkrads blickt.
    Foto: Unknown photographer / Bundesarchiv (Bild 183-2005-1017-525) · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 DE
    Personen

    Ferdinand Porsche wird in Maffersdorf in Böhmen geboren

    Als drittes von fünf Kindern des Spenglers Anton Porsche wird er in Maffersdorf, dem heutigen Vratislavice nad Nisou in der Tschechischen Republik, geboren. Er soll die Werkstatt der Familie übernehmen, doch Elektrizität fasziniert ihn weit mehr als Blech.

  2. 1893

    Personen

    Mit 18 Jahren verlässt Porsche sein Zuhause und geht nach Wien

    Nachdem er das Haus seiner Eltern mit elektrischem Licht und einer Türklingel ausgestattet hat, zieht der junge Porsche nach Wien. Dort arbeitet er für das Elektrounternehmen Béla Egger & Co. und entwickelt seinen ersten Radnaben-Elektromotor.

  3. 1900

    Technik

    Semper Vivus: ein benzin-elektrischer Hybrid im Jahr 1900

    Da Batterien schwer waren und es fast keine Ladestationen gab, fügte Porsche Benzinmotoren hinzu, die Generatoren antrieben, welche die Radnabenmotoren speisten. Der Semper Vivus („immer lebendig“) gilt als das erste funktionsfähige Hybridauto; die Serienversion Mixte folgte.

  4. Schwarz-Weiß-Foto von etwa 1901–02 eines frühen Lohner-Porsche mit Radnabenmotoren; drei Männer mit Melonen sitzen an Bord, Ferdinand Porsche neben dem Fahrer.
    Foto: Unknown photographer (1901–02) · Wikimedia Commons · Public domain · Bearbeitet: zugeschnitten
    Technik

    Das Lohner-Porsche-Elektroauto glänzt auf der Pariser Weltausstellung

    Das für den Wiener Karosseriebauer Jacob Lohner & Co. gebaute Auto hat Elektromotoren in den vorderen Radnaben und weder Getriebe noch Antriebswellen. Es wird auf der Weltausstellung 1900 in Paris gezeigt und macht den 24-jährigen Ingenieur international bekannt.

  5. 1906

    Personen

    Porsche wird Chefingenieur bei Austro-Daimler

    Mit 31 Jahren verlässt Porsche Lohner und wechselt zu Austro-Daimler in Wiener Neustadt, wo er die Verantwortung für die Modellpalette eines der großen europäischen Automobilhersteller übernimmt. Er wird bis 1923 bleiben und dort seinen Ruf aufbauen.

  6. 1909

    Personen

    Ferry Porsche wird in Wiener Neustadt geboren

    Ferdinand Anton Ernst Porsche, bekannt als Ferry, wächst in den Austro-Daimler-Werken auf, die sein Vater leitet. Später wird er das Konstruktionsbüro der Familie in einen Sportwagenhersteller verwandeln.

  7. 1923

    Personen

    Porsche wechselt zu Daimler in Stuttgart

    Nachdem er Austro-Daimler verlassen hat, wird Porsche Technischer Direktor und Vorstandsmitglied der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart. Die Familie lässt sich in der Stadt nieder, die zur Heimat der Marke werden wird.

  8. 1928

    Neues Modell

    Mercedes-Benz SSK mit Kompressor, ein Porsche-Design

    Bei Daimler prägt Porsche die kompressorgeladenen Sportwagen der S-Familie, die 1928 im SSK mit kurzem Radstand gipfeln. Die großvolumigen Mercedes dominieren den Motorsport, doch kostspielige Projekte kollidieren mit den Kostensenkungen nach der Fusion von Daimler-Benz im Jahr 1926.

  9. 1929

    Personen

    Ein kurzes Intermezzo als Technischer Direktor bei Steyr

    Porsche tritt Anfang 1929 bei Steyr in Oberösterreich ein und entwirft den Achtzylinder Steyr Austria. Als Steyr näher an Austro-Daimler rückt und die Weltwirtschaftskrise zuschlägt, geht er 1930, um sich selbstständig zu machen.

  10. 1931

    Technik

    Erste Aufträge: eine Wanderer-Limousine und die Drehstabfederung

    Der erste offizielle Auftrag des Büros kommt von Wanderer: ein Sechszylindermotor und ein Fahrgestell (Typ 7), das zum Wanderer W21/22 wird. Im selben Jahr patentiert Porsche die Drehstabfederung, eine Konstruktion, die später im Volkswagen und in frühen Porsches auftaucht.

  11. Unternehmen

    Porsches Konstruktionsbüro wird in Stuttgart eingetragen

    Mitten in der Weltwirtschaftskrise wird die „Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH“, ein unabhängiges Konstruktionsbüro für Motoren- und Fahrzeugbau, ins Handelsregister eingetragen. Mit Sitz in der Kronenstraße 24 ist sie der Vorläufer der heutigen Porsche AG.

  12. 1932

    Neues Modell

    Typ 12 für Zündapp skizziert den zukünftigen Volkswagen

    Für den Motorradhersteller Zündapp entwirft das Büro ein kleines, stromlinienförmiges Auto mit Heckmotor. Zündapp lässt das Projekt fallen, aber der Typ 12 gilt als erster Entwurf des späteren Volkswagen Käfer.

  13. 1933

    Motorsport

    Auto Union gibt Porsches 16-Zylinder-Grand-Prix-Wagen in Auftrag

    Anfang 1933 gibt Auto Union den „P“-Wagen in Auftrag, der für die neue 750-kg-Formel mit einem V16 hinter dem Fahrer entworfen wurde. Sein Erfolg im Jahr 1934 sichert die Zukunft des jungen Büros und seinen Namen im Motorsport.

  14. Neues Modell

    Typ 32 für NSU verfeinert den Kleinwagen mit Heckmotor

    Eine ähnliche Kleinwagenstudie für NSU kombiniert einen luftgekühlten Heckmotor, eine Drehstabfederung und ein abgerundetes Heck. Mehrere ihrer Ideen tauchen im Volkswagen wieder auf.

  15. 1934

    Unternehmen

    Porsche erhält den Auftrag zur Konstruktion des Volkswagen

    Nachdem Porsche im Januar 1934 seine Denkschrift über einen deutschen Volkswagen an das Reichsverkehrsministerium sendet, unterzeichnet der Reichsverband der Automobilindustrie einen Vertrag über Prototypen. Das vom NS-Regime unterstützte Projekt wird zum Käfer.

  16. 1935

    Personen

    Ferdinand Alexander „Butzi“ Porsche wird geboren

    Ferry Porsches ältester Sohn wird in Stuttgart geboren. Bekannt als Butzi, wird er die Form des 911 entwerfen und später Porsche Design gründen.

  17. 1937

    Unternehmen

    Porsche KG kauft Land in Zuffenhausen

    Das Konstruktionsbüro wird zur Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG und da Platz für den Bau und die Erprobung von Volkswagen-Prototypen benötigt wird, kauft Ferry Porsche im Mai 1937 ein Grundstück in der Spitalwaldstraße in Zuffenhausen.

  18. 1938

    Unternehmen

    Grundsteinlegung für das Volkswagen-Werk

    In der Nähe von Fallersleben, im späteren Wolfsburg, legt das Regime den Grundstein für das Werk des nun „KdF-Wagen“ genannten Autos. Porsche leitet die Planung. Während des Krieges werden hier hauptsächlich Militärfahrzeuge gebaut.

  19. Unternehmen

    Konstruktionsbüro zieht in eigene Gebäude in Zuffenhausen

    Porsche verlässt die Kronenstraße 24 im Zentrum Stuttgarts und bezieht neu gebaute Räumlichkeiten im Stadtteil Zuffenhausen. Zuffenhausen ist bis heute die Heimat der Marke.

  20. 1939

    Das erhaltene stromlinienförmige Typ 64 „Berlin-Rom“-Coupé von 1939, blass silberblau mit der Startnummer 134, auf einer Rennstrecke bei einer historischen Veranstaltung im Jahr 1981.
    Foto: Lothar Spurzem · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 DE · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Typ 64 „Berlin-Rom-Wagen“, Vorfahr des Porsche-Sportwagens

    Für ein geplantes Langstreckenrennen von Berlin nach Rom werden drei stromlinienförmige Coupés auf Volkswagen-Mechanik gebaut. Der Krieg verhindert das Rennen, aber der Typ 64 gilt als Urahn aller späteren Porsche-Sportwagen.

  21. 1940

    Unternehmen

    Kriegsarbeit: Militärfahrzeuge ersetzen zivile Projekte

    Mit dem Krieg wendet sich das Büro militärischen Projekten für das NS-Regime zu, vom Kübelwagen auf Volkswagen-Basis, der ab 1940 produziert wird, bis hin zu Entwürfen für schwere Panzer. Ferdinand Porsche ist eng in die Kriegsanstrengungen des Regimes eingebunden.

  22. 1944

    Ein rot-oranges Porsche 356/2 Coupé, eines der handgefertigten Autos aus dem Gmünder Werk, ausgestellt im Porsche Museum.
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Unternehmen

    Bombenangriffe treiben das Büro nach Gmünd in Kärnten

    Als sich die alliierten Luftangriffe auf Stuttgart intensivieren, zieht das Konstruktionsbüro in ein ehemaliges Sägewerk in Gmünd im österreichischen Bundesland Kärnten. Rund 300 Mitarbeiter arbeiten in beengten Holzhütten; hier wird das erste Porsche-Auto gebaut.

  23. 1945

    Personen

    Ferdinand Porsche wird von den Franzosen interniert

    Im Dezember 1945 verhaften die französischen Behörden Ferdinand Porsche, seinen Schwiegersohn Anton Piëch und Ferry. Ferry wird nach einigen Monaten freigelassen; sein Vater wird bis 1947 festgehalten, sodass Ferry und seine Schwester Louise das Unternehmen am Leben erhalten müssen.

  24. 1947

    Unternehmen

    Ferry und Louise gründen die Porsche Konstruktionen GmbH

    Während ihr Vater noch inhaftiert ist, gründen Ferry Porsche und Louise Piëch in Gmünd formell ein österreichisches Unternehmen, um das Geschäft fortzuführen. Es wird die ersten Autos bauen, die den Namen Porsche tragen.

  25. Motorsport

    Auftrag für den Cisitalia Typ 360 finanziert den Porsche-Traum

    Der italienische Industrielle Piero Dusio bestellt bei Porsche einen Grand-Prix-Wagen. Der Typ 360 mit Mittelmotor und Allradantrieb ist zu teuer für den Rennsport, aber das Honorar hilft, Ferrys eigenen Sportwagen zu finanzieren.

Gmünd und der 356

In einem ehemaligen Sägewerk in Österreich baut ein kleines Team das erste Auto unter dem Namen Porsche. Innerhalb weniger Jahre zieht es nach Stuttgart und beginnt, Rennen zu gewinnen.

  1. 1948

    Neues Modell

    356/2: Die ersten Gmünder Coupés verlegen den Motor ins Heck

    Neben der Nr. 1 entwickelt Porsche den 356/2 mit einem Stahl-Kastenrahmen und dem Motor hinter der Hinterachse. Das erste Coupé wird 1948 fertiggestellt, und bis 1950 folgt eine kleine Serie handgefertigter Aluminium-Coupés und -Cabriolets.

  2. Der silberne 356 „Nr. 1“ Roadster mit roten Sitzen und einer niedrigen Windschutzscheibe, ausgestellt im Porsche Museum in Stuttgart.
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    356 „Nr. 1“ Roadster erhält seine Straßenzulassung

    Die Kärntner Landesregierung genehmigt das erste Auto, das den Namen Porsche trägt, Fahrgestell 356-001. Mit einer Aluminiumkarosserie auf einem Gitterrohrrahmen und einem getunten VW-Motor vor der Hinterachse gilt es als die Geburtsstunde der Marke Porsche.

  3. 1950

    Unternehmen

    Max Hoffman öffnet den amerikanischen Markt

    Auf dem Pariser Autosalon 1950 vereinbart der New Yorker Importeur Max Hoffman, den 356 in den USA zu verkaufen. Ferry hatte auf fünf Autos pro Jahr gehofft; 1955 übersteigen die amerikanischen Auslieferungen bereits 1.500, mehr als die Hälfte der Verkäufe von Porsche.

  4. Ein schwarzes frühes Porsche 356 Cabriolet von 1951 mit geteilter Windschutzscheibe, gezeigt auf der Messe Techno-Classica in Essen.
    Foto: Matti Blume · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Unternehmen

    Erster in Stuttgart-Zuffenhausen gebauter Porsche 356

    Zurück in Stuttgart beginnt Porsche mit der Serienproduktion des 356, nun mit Stahlkarosserien, die vom benachbarten Karosseriebauer Reutter gebaut werden. Da das eigene Werk 1 noch von der US-Armee besetzt ist, mietet man Räumlichkeiten bei Reutter. Bis Ende 1950 werden 317 Autos gebaut.

  5. 1951

    Personen

    Tod von Ferdinand Porsche

    Der Unternehmensgründer stirbt im Alter von 75 Jahren in Stuttgart, Wochen nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. Ferry Porsche, der das Geschäft bereits leitete, führt es von nun an.

  6. Motorsport

    356 SL gewinnt seine Klasse bei Porsches Le-Mans-Debüt

    Auguste Veuillet und Edmond Mouche fahren mit einem leichten 356 SL aus Aluminium zum Sieg in der 1,1-Liter-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans. Es ist der Beginn einer ununterbrochenen Serie: Seitdem ist Porsche jedes Jahr in Le Mans angetreten.

  7. 1952

    Design

    Das Porsche-Wappen entsteht

    Nachdem der Importeur Max Hoffman nach einem Qualitätsemblem gefragt hatte, zeichnet der Designer Franz Xaver Reimspieß ein Wappen, das das Stuttgarter Rössle mit den Hirschstangen und Farben von Württemberg-Hohenzollern kombiniert. Es erscheint erstmals Ende 1952 auf dem Hupenknopf.

  8. Unternehmen

    Der erste Porsche Club wird in Westfalen gegründet

    Besitzer in Westfalen gründen den Westfälischen Porsche Club Hohensyburg, heute Porsche Club Westfalen und der älteste Porsche Club der Welt. Belgien folgt 1953 und der Porsche Club of America 1955.

  9. 1953

    Technik

    Ernst Fuhrmanns Viernockenwellenmotor (Typ 547)

    Der Ingenieur Ernst Fuhrmann konstruiert einen Vierzylinder-Boxer mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank. Im Oktober 1953 auf dem Pariser Autosalon im Rennwagen 550 Spyder gezeigt, treibt er später die straßenzugelassenen Carrera-Versionen des 356 an.

  10. 1954

    Ein hellblauer Porsche 356 Speedster von 1955 mit seiner niedrigen, geneigten Windschutzscheibe und zusammengeklapptem Verdeck, ausgestellt im Porsche Museum.
    Foto: Michael Barera · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Version

    356 Speedster: ein reduzierter Roadster für Amerika

    Auf Drängen von Max Hoffman baut Porsche einen günstigeren, leichteren offenen 356 mit einer niedrigen, geneigten Windschutzscheibe und einem einfachen Faltverdeck. Ende 1954 auf den Markt gebracht, wird er in Kalifornien zum Hit; allein 1955 werden 1.033 Stück verkauft.

  11. Motorsport

    Herrmann taucht bei der Mille Miglia unter einem Bahnübergang durch

    Als sich die Schranke an einem Bahnübergang senkt, bleibt Hans Herrmann auf dem Gas und lässt den flachen 550 Spyder darunter hindurchgleiten, während sich Beifahrer Herbert Linge neben ihm wegduckt. Sie gewinnen schließlich ihre Klasse.

  12. Motorsport

    Carrera Panamericana: ein Klassensieg und der dritte Gesamtrang für den 550

    Bei Mexikos brutalem Straßenrennen fährt Hans Herrmann einen 550 Spyder zum Sieg in der 1,5-Liter-Klasse und auf den dritten Gesamtrang, nur geschlagen von zwei großen Ferraris. Porsche sollte sich bald den Namen des Rennens ausleihen: Carrera.

  13. 1955

    Version

    Carrera: Der Rennmotor geht im 356 in den Verkauf

    Der 356 A 1500 GS Carrera bringt Fuhrmanns Viernockenwellen-Rennmotor in ein Straßenauto. Der Name ehrt die Klassenerfolge von Porsche bei der Carrera Panamericana in Mexiko und kennzeichnet fortan die schnellsten Porsche.

  14. Version

    356 A kommt mit einer gebogenen einteiligen Windschutzscheibe

    Der stark überarbeitete 356 A („T1“) ersetzt das ursprüngliche Auto, erkennbar an seiner gebogenen Panorama-Windschutzscheibe. Zum Marktstart werden fünf Motoren angeboten, von 44 PS bis zum 100 PS starken Carrera.

  15. 1956

    Unternehmen

    Der 10.000ste Porsche markiert das 25-jährige Jubiläum

    Pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum verlässt der 10.000ste Porsche, ein 356 A Coupé, das Band in Zuffenhausen. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnet die Marke rund 400 Rennsiege.

  16. Silberner Porsche 550 A Spyder ausgestellt im Porsche Museum, mit anderen Porsches der 1950er-Jahre dahinter
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Motorsport

    Maglioli beschert Porsche den ersten Sieg bei der Targa Florio

    Umberto Maglioli fährt mit einem 550 A Spyder auf den sizilianischen Bergstraßen der Targa Florio zum Gesamtsieg und schlägt weitaus stärkere Ferraris und Maseratis. Es ist der erste von Porsches elf Siegen dort, ein Rekord.

  17. 1958

    Motorsport

    718 RSK holt Porsches erstes Gesamtpodium in Le Mans

    Nach Jahren der Klassensiege beenden Jean Behra und Hans Herrmann das Rennen in Le Mans in einem 718 RSK auf dem dritten Gesamtrang und gewinnen die 2-Liter-Klasse. Es ist das erste Mal, dass ein Porsche das Gesamtpodium an der Sarthe erreicht.

  18. 1959

    Version

    356 B bringt ein gründliches Update

    Der komplett überarbeitete 356 B (T5-Karosserie) ersetzt den 356 A, mit Motoren von 60 PS bis 140 PS im 2-Liter-Carrera 2. Ein weiteres Update (T6) mit einem breiteren vorderen Kofferraumdeckel und doppelten Motorhaubengittern folgt ab 1961.

  19. 1960

    Motorsport

    12 Stunden von Sebring: erster Gesamtsieg bei einem Weltmeisterschaftsrennen

    Hans Herrmann und Olivier Gendebien gewinnen die 12 Stunden von Sebring in einem 718 RS 60 Spyder, mit einem zweiten RS 60 auf Platz zwei. Es ist Porsches erster Gesamtsieg bei einem Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

  20. 1961

    Unternehmen

    Spatenstich für das Prüfzentrum Weissach

    Auf der Suche nach einem eigenen Testgelände beginnt Ferry Porsche im Herbst 1961 mit dem Bau auf Feldern in der Nähe von Weissach und Flacht, westlich von Stuttgart. Die erste Anlage ist eine große Kreisbahn für Fahrwerkstests.

  21. 1962

    Unternehmen

    50.000ster Porsche, ein 356 B; erste Weissach-Strecke in Betrieb

    Porsche baut sein 50.000stes Auto, einen 356 B. Im selben Jahr geht der erste Abschnitt des neuen Prüfgeländes in Weissach in Betrieb; ab Oktober bringen Ingenieure frühe 901-Prototypen auf der Kreisbahn ans Limit.

  22. Silberner Porsche 804 Formel-1-Rennwagen in Fahrt beim Goodwood Festival of Speed 2010
    Foto: Ian McWilliams · Wikimedia Commons · CC BY 2.0
    Motorsport

    Dan Gurney gewinnt den Großen Preis von Frankreich im Porsche 804

    In Rouen-les-Essarts fährt Dan Gurney den Achtzylinder-804 zu Porsches erstem und einzigem Sieg in der Formel-1-Weltmeisterschaft als Konstrukteur. Porsche stieg am Ende der Saison aus der Formel 1 aus.

Der 911 kommt

Der 356 braucht einen Nachfolger. Die Antwort wird zum langlebigsten Sportwagen, der je gebaut wurde, und Porsche lernt, Gesamtsiege zu erringen.

  1. 1963

    Design

    Butzi Porsche gibt dem 911 seine Form

    Ferdinand Alexander Porsche, der 1957 in die Karosserie-Designabteilung unter Erwin Komenda eintrat, zeichnet das neue Auto: Scheinwerfer in hochgezogenen Kotflügeln, eine flache Haube dazwischen, ein abfallendes Fastback-Dach und kurze Überhänge.

  2. Personen

    Ferdinand Piëch beginnt seine Arbeit bei Porsche

    Der Enkel von Ferdinand Porsche, Sohn von Louise Piëch, tritt in die Motorenversuchsabteilung in Zuffenhausen ein. Er steigt schnell zum Leiter des Versuchswesens und dann der Entwicklung auf und führt den Sechszylinder-Boxermotor des 911 zur Serienreife und später den Rennwagen 917.

  3. Ein frühes blaues Porsche 911 2,0 Coupé von 1965 mit runden Scheinwerfern in hochgezogenen Kotflügeln, ausgestellt im Porsche Museum.
    Foto: Michael Barera · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Porsche 901 feiert Premiere auf der IAA in Frankfurt

    Der Nachfolger des 356 wird auf der IAA in Frankfurt als 901 enthüllt: ein 2+2-Fastback-Coupé mit einem luftgekühlten Zweiliter-Sechszylinder-Boxermotor im Heck. Er wird zum 911, dem Kern der Marke.

  4. Version

    356 C: Scheibenbremsen an allen vier Rädern

    Der letzte 356 ersetzt den 356 B. Seine wichtigste Neuerung sind serienmäßige Scheibenbremsen rundum; der Einstiegsmotor ist nun das 75-PS-Aggregat, und der 2-Liter-Carrera 2 führt die Modellreihe mit 130 PS an.

  5. Unternehmen

    Porsche kauft das Karosseriewerk von Reutter

    Porsche übernimmt das Karosseriewerk von Reutter, seinem langjährigen Nachbarn und Karosserielieferanten, mit rund 1.000 Mitarbeitern, verdoppelt damit fast seine Belegschaft und sichert den Standort Zuffenhausen für die 911-Produktion. Das Sitzgeschäft von Reutter wird als Recaro fortgeführt.

  6. 1964

    Neues Modell

    Peugeot legt Einspruch ein, und der 901 wird zum 911

    Peugeot beansprucht in Frankreich die Rechte an dreistelligen Modellbezeichnungen mit einer Null in der Mitte. Porsche benennt seinen neuen Sportwagen für alle Märkte in 911 um, als im Herbst 1964 die Serienproduktion in Zuffenhausen anläuft.

  7. Motorsport

    904 Carrera GTS holt einen Doppelsieg bei der Targa Florio

    Colin Davis und Antonio Pucci gewinnen die Targa Florio in einem 904 Carrera GTS vor einem Schwesterauto. Der 904 ist der erste Porsche mit einer Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

  8. 1965

    Neues Modell

    Ende der 356-Produktion nach rund 78.000 Autos

    Siebzehn Jahre nach der Nr. 1 verabschiedet sich der 356. Ferry Porsche hatte erwartet, etwa 500 zu verkaufen; Porsche beziffert die Gesamtzahl am Ende auf rund 78.000 Autos.

  9. Neues Modell

    912: die 911-Karosserie mit einem Vierzylindermotor

    Um 356-Käufer zu halten, denen der 911 zu teuer war, bringt Porsche den 912 auf den Markt, der die neue Karosserie mit dem 1,6-Liter-Vierzylinder-Boxer des 356 kombiniert. Er verkauft sich gut bis 1969.

  10. Seitenansicht eines orangefarbenen Porsche 911 S Targa von 1968 mit gebürstetem Edelstahl-Überrollbügel und weicher, faltbarer Heckscheibe auf einer Indoor-Automobilausstellung.
    Foto: Charles from Port Chester, New York · Wikimedia Commons · CC BY 2.0 · Bearbeitet: zugeschnitten
    Version

    911 Targa, das „Sicherheitscabriolet“, wird enthüllt

    Da Cabriolets durch geplante US-Sicherheitsvorschriften bedroht sind, zeigt Porsche auf der IAA in Frankfurt einen 911 mit festem Edelstahl-Überrollbügel, abnehmbarem Dachteil und faltbarer Heckscheibe. Benannt nach der Targa Florio, erreicht er die Kunden ab Anfang 1967.

  11. 1966

    Unternehmen

    Der 100.000ste Porsche ist ein Polizei-912 Targa

    Porsche erreicht 100.000 Autos mit einem 912 Targa, der für die Polizei seines Heimatbundeslandes Baden-Württemberg ausgestattet ist.

  12. 1967

    Technik

    Sportomatic: ein 911 ohne Kupplungspedal

    Porsche bietet den 911 mit der Sportomatic an, einem halbautomatischen Vierganggetriebe, das einen Drehmomentwandler mit einer automatisch betätigten Kupplung kombiniert, sodass das Auto kein Kupplungspedal benötigt.

  13. 1968

    Motorsport

    Vic Elford gewinnt die Rallye Monte Carlo in einem 911

    Vic Elford und David Stone machen auf dem eisigen Col de Turini einen Rückstand wett und gewinnen die Rallye Monte Carlo, Teamkollege Pauli Toivonen wird Zweiter. Es ist der bis dahin größte Sieg für Porsche und den jungen 911.

  14. Motorsport

    907-Langheckmodelle dominieren die 24 Stunden von Daytona

    Der neue 907 erwischt einen Traumstart: Werksautos belegen in Daytona die Plätze eins, zwei und drei. Es ist Porsches erster Gesamtsieg bei einem 24-Stunden-Rennen, und der 907 gewinnt kurz darauf auch die 12 Stunden von Sebring.

  15. 1969

    Version

    Der 911 wächst: längerer Radstand und 2,2 Liter

    Ab dem Modelljahr 1969 wird der Radstand des 911 um 57 mm verlängert, und 1969 wächst der Sechszylinder-Boxermotor in den Versionen T, E und S auf 2,2 Liter.

  16. Motorsport

    917 in Genf enthüllt, gebaut, um Le Mans zu gewinnen

    Porsche zeigt den 917 auf dem Genfer Auto-Salon: ein Leichtbau-Coupé mit dem ersten Zwölfzylindermotor des Unternehmens. Um ihn zu homologieren, müssen innerhalb von Wochen 25 Fahrzeuge gebaut werden, und das Werk reiht sie im April für die Inspektoren auf.

  17. Unternehmen

    VW-Porsche-Vertriebsgesellschaft gegründet

    Porsche und Volkswagen gründen eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft mit fünf Millionen Mark Kapital, um die gemeinsam entwickelten Sportwagen 914/4 und 914/6 zu vermarkten.

  18. Ein orangefarbener Porsche 914 von 1970 mit schwarzem Targa-Dach und Klappscheinwerfern, geparkt auf Gras zwischen anderen Oldtimern.
    Foto: Calreyn88 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    VW-Porsche 914 debütiert in Frankfurt

    Deutschlands erster in Serie produzierter Mittelmotor-Sportwagen wird auf der IAA enthüllt. Der Vierzylinder 914 wird in Europa als VW-Porsche verkauft, der Sechszylinder 914/6 als Porsche; der günstigere Vierzylinder wird zum Verkaufsschlager.

  19. 1970

    Das rot-weiße Porsche 917 KH Coupé mit der Startnummer 23, das 1970 Le Mans gewann, ausgestellt im Porsche Museum
    Foto: Morio · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
    Motorsport

    Erster Gesamtsieg in Le Mans: Herrmann und Attwood im 917 KH

    Nach 19 Jahren Anlauf gewinnt Porsche endlich Le Mans in der Gesamtwertung. Hans Herrmann und Richard Attwood bringen den rot-weißen 917 Kurzheck mit der Nummer 23 bei tückischem Wetter als Erste ins Ziel, und Herrmann tritt auf der Stelle zurück, wie er es seiner Frau versprochen hatte.

  20. 1971

    Unternehmen

    Die Entwicklung zieht in das neue Weissach-Zentrum um

    Design, Konstruktion und Erprobung verlassen Zuffenhausen in Richtung des Entwicklungszentrums Weissach (EZW), das offiziell eingeweiht wird. Es bleibt bis heute das Entwicklungszentrum der Marke.

  21. Design

    Das „Pink Pig“: ein einmaliger 917/20 in Metzger-Lackierung

    Der 917/20 mischte Kurz- und Langheck-Ideen in einer extrabreiten Karosserie. Designer Anatole Lapine lackierte ihn rosa und markierte die Flächen wie Metzgerstücke. Er fuhr nur einmal, in Le Mans 1971, und schied nach einem Unfall aus.

  22. Das weiße Martini Porsche 917 KH Coupé mit der Startnummer 22, das 1971 Le Mans gewann, im Porsche Museum, mit dem rosa 917/20 daneben
    Foto: Morio · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
    Motorsport

    Marko und van Lennep gewinnen Le Mans mit einem Distanzrekord

    Das Martini-917-Kurzheck von Helmut Marko und Gijs van Lennep gewinnt Le Mans nach 5.335 km mit einem Durchschnitt von über 222 km/h. Der Distanzrekord sollte bis 2010 Bestand haben.

  23. 1972

    Personen

    Familienmitglieder von Porsche und Piëch ziehen sich aus der Geschäftsführung zurück

    Mit der Umwandlung in eine AG beschließen die Familien, dass kein Familienmitglied mehr eine operative Funktion ausüben wird. Ferdinand Piëch geht und wechselt zu Audi; F.A. Porsche scheidet ebenfalls aus. Die Familien agieren nun über den Aufsichtsrat.

  24. Design

    F.A. Porsche gründet Porsche Design

    Der Designer des 911 gründet zusammen mit seinem Bruder Hans-Peter Porsche Design in Stuttgart, um die Ideen der Marke über das Automobil hinaus zu tragen. Die erste Ikone ist die schwarze Uhr Chronograph I.

  25. Motorsport

    917/10 mit Turbolader gewinnt den Can-Am-Titel

    Für die nahezu unlimitierte nordamerikanische Can-Am-Serie stattet Porsche den 917 zum ersten Mal mit Turboladern aus. Da Mark Donohue bei Testfahrten verletzt wurde, fährt sein Penske-Teamkollege George Follmer den 917/10 zur Meisterschaft 1972.

  26. Unternehmen

    Porsche KG wird zur Aktiengesellschaft

    Die Familienpersonengesellschaft wird in die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG mit 50 Millionen DM Grundkapital umgewandelt. Ferry Porsche übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats und Ernst Fuhrmann leitet den Vorstand.

  27. Ein roter Porsche 911 Carrera RS 2.7 von 1972, schräg von vorne gesehen, mit tieferem Frontspoiler und verbreiterten hinteren Radhäusern, bei einem Concours auf Rasen.
    Foto: MrWalkr · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen und ein Schild unkenntlich gemacht
    Version

    Der 911 Carrera RS 2.7 und sein „Entenbürzel“ werden in Paris vorgestellt

    Gebaut, um den 911 für den Rennsport zu homologieren, ist der RS 2.7 der erste 911 mit dem Namen Carrera und das erste Serienauto mit Front- und Heckspoiler. Alle 500 geplanten Fahrzeuge sind innerhalb von Wochen ausverkauft, und Porsche baut am Ende mehr als 1.500.

  28. 1973

    Blau-gelber Porsche 917/30 Can-Am Spyder in Sunoco-Lackierung im Porsche Museum
    Foto: Morio (retouched by Auge=mit) · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
    Motorsport

    917/30: Mark Donohue dominiert die Can-Am

    Der 917/30, die stärkste Version des 917, trägt Mark Donohue und Penske mit sechs Siegen zum Can-Am-Titel 1973. Es war Porsches letzte Can-Am-Saison, und die Regeln wurden geändert, um das Auto einzubremsen.

  29. Motorsport

    911 Carrera RSR gewinnt die letzte Meisterschafts-Targa Florio

    Herbert Müller und Gijs van Lennep gewinnen die Targa Florio in einem Martini 911 Carrera RSR und schlagen die Prototypen. Es ist das letzte Mal, dass der sizilianische Klassiker zur Weltmeisterschaft zählt, und Porsches elfter Sieg dort.

Turbo und Transaxle

Die Turboaufladung wandert von der Rennstrecke auf die Straße, eine Frontmotor-Familie kommt an, und der 959 zeigt, wie die Zukunft aussehen könnte.

  1. 1974

    Ein erhaltener 911 Turbo (930) in Kupferrotmetallic mit breiten hinteren Radhäusern und seinem großen Heckspoiler, drinnen zwischen Oldtimern geparkt
    Foto: Clemens Vasters from Viersen, Germany, Germany · Wikimedia Commons · CC BY 2.0
    Neues Modell

    911 Turbo feiert sein Debüt auf dem Pariser Autosalon

    Im Oktober 1974 zeigte Porsche in Paris den Serien-911 Turbo (Typ 930). Ein 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Turbolader lieferte 260 PS, und die breiten Radhäuser sowie der große Heckspoiler wurden sofort zur Ikone.

  2. 1975

    Ein früher grüner Porsche 924 mit ausgefahrenen Klappscheinwerfern, ausgestellt im Porsche Museum
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    Porsche 924 vorgestellt: das wassergekühlte Einstiegsmodell

    Entstanden als Volkswagen-Auftrag, den VW dann fallen ließ, wurde der 924 von Porsche zurückgekauft und im November 1975 vorgestellt. Sein wassergekühlter Vierzylinder-Frontmotor und das Transaxle-Getriebe hinten eröffneten eine neue Ära; die Serienproduktion begann 1976.

  3. 1976

    Motorsport

    936 gewinnt Le Mans: Die Turbo-Ära beginnt

    Jacky Ickx und Gijs van Lennep gewinnen Le Mans im 936 Spyder mit Turbolader. Von nun an sollte jeder Porsche-Gesamtsieg in Le Mans mit Turbopower erzielt werden. Der 936 hatte in derselben Saison sein Debüt gefeiert.

  4. 1977

    Version

    911 SC ersetzt den 911 und Carrera

    Ab dem Modelljahr 1978 wurde die Modellpalette des frei saugenden 911 auf ein Auto reduziert, den 911 SC, mit einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor und den breiten hinteren Kotflügeln des alten Carrera. „SC“ stand für Super Carrera.

  5. Version

    911 Turbo wächst auf 3,3 Liter mit Ladeluftkühler

    Für 1978 erhielt der 911 Turbo einen 3,3-Liter-Motor und einen Ladeluftkühler, was die Leistung auf 300 PS steigerte. Er war auch eines der ersten Straßenautos mit Bremsen, die vom 917-Rennwagen abgeleitet waren.

  6. Ein dunkelblaugrauer Porsche 928 S mit sichtbaren Klappscheinwerfern, geparkt auf einem Parkplatz
    Foto: Rutger van der Maar · Wikimedia Commons · CC BY 2.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Der V8-Porsche 928 feiert Premiere in Genf

    Auf dem Genfer Auto-Salon im März 1977 stellte Porsche den 928 vor, einen luxuriösen Grand Tourer, der den 911 schließlich ersetzen sollte. Er kombinierte einen wassergekühlten Aluminium-V8 vorn mit einem Transaxle-Getriebe hinten und der passiv mitlenkenden „Weissach-Achse“.

  7. Motorsport

    936 gewinnt erneut Le Mans mit Ickx, Barth und Haywood

    Der 936/77 von Jacky Ickx, Jürgen Barth und Hurley Haywood gewinnt Le Mans, Porsches zweiter Sieg in Folge mit dem Spyder mit Turbolader.

  8. 1978

    Unternehmen

    928 wird zum europäischen Auto des Jahres gewählt

    Der 928 gewann 1978 die Auszeichnung als europäisches Auto des Jahres. Er bleibt der einzige Sportwagen, der jemals diesen Titel holte, ein Zeichen dafür, wie fortschrittlich der Transaxle-V8 damals wirkte.

  9. Version

    924 Turbo schließt die Lücke zum 911

    1978 fügte Porsche einen 924 mit Turbolader hinzu, um die Leistungslücke zum 911 und 928 zu schließen. Der 2.0-Liter-Motor mit Turbo steigerte die Leistung auf 170 PS und das Auto erhielt einen NACA-Einlass auf der Motorhaube.

  10. Motorsport

    935/78 „Moby Dick“, der extremste Renn-911

    Gebaut, um das Gruppe-5-Reglement auszunutzen, verdient sich der lange, weiße 935/78 seinen Wal-Spitznamen auf den ersten Blick. Jacky Ickx und Jochen Mass gewinnen damit die 6 Stunden von Silverstone, und Porsche nennt ihn den stärksten Rennwagen, der je auf dem 911 basierte.

  11. 1979

    Motorsport

    Kremer 935 K3: Ein Kunden-911 gewinnt Le Mans in der Gesamtwertung

    Der 935 K3 des Kremer-Teams, gefahren von Klaus Ludwig und den Whittington-Brüdern, gewinnt Le Mans. Es ist Porsches erster Gesamtsieg für ein Kundenteam und der einzige überhaupt für ein Auto mit Heckmotor.

  12. 1981

    Personen

    Peter Schutz wird CEO und hält den 911 am Leben

    Der in Deutschland geborene amerikanische Ingenieur Peter W. Schutz übernahm 1981 als Porsche-CEO. Er machte den Plan rückgängig, den 911 auslaufen zu lassen, und Umsatz sowie Gewinn stiegen während seiner Amtszeit stark an.

  13. Motorsport

    Ickx und Bell gewinnen Le Mans im 936/81

    Jacky Ickx und Derek Bell gewinnen Le Mans in einem 936/81. Am selben Wochenende gewinnen Walter Röhrl und Jürgen Barth ihre Klasse in einem 944 LM Prototyp, einem Ausblick auf den kommenden 944 Straßenwagen.

  14. Ein weißer Porsche 944 S2, eine spätere Version des 944 mit ausgestellten Radhäusern und einer gläsernen Heckklappe, auf Rasen
    Foto: allen watkin from London, UK · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Porsche 944 kommt auf die Frankfurter IAA

    Auf der IAA 1981 gezeigt, nutzte der 944 einen von Porsche gebauten 2,5-Liter-Vierzylinder, der vom V8 des 928 abgeleitet war, sowie ausgestellte Radhäuser über der 924-Karosserie. Mit 163 PS reihte er sich zwischen dem 924 und dem 911 ein.

  15. 1982

    Version

    Erstes 911 Cabriolet erreicht die Kunden

    Als Konzept auf der Frankfurter IAA 1981 vorgestellt, kam das 911 SC Cabriolet 1982 als Modelljahr 1983 auf den Markt, der erste vollständig offene 911.

  16. Ein Porsche 956 mit der Startnummer 1 und dem Namen von Jacky Ickx auf dem Fenster, ausgestellt auf der Messe Retro Classics in Stuttgart
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Motorsport

    Neuer 956 belegt die Plätze eins, zwei und drei in Le Mans

    Bei seinem ersten Le Mans belegt der Gruppe-C-956 das gesamte Podium, angeführt von Jacky Ickx und Derek Bell; Porsches belegen die ersten fünf Plätze. Der 956 ist Porsches erster Rennwagen mit einem Aluminium-Monocoque und Ground-Effect-Aerodynamik.

  17. 1983

    Ein Porsche 956 in Rothmans-Lackierung in voller Fahrt auf der Bergrennstrecke beim Goodwood Festival of Speed 2014
    Foto: Stephen Hynds · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
    Motorsport

    Stefan Bellof umrundet die Nordschleife in 6:11,13

    Im Qualifying für das 1.000-km-Rennen auf dem Nürburgring umrundet der 25-jährige Stefan Bellof die Nordschleife in einem Rothmans 956 in 6:11,13, mit durchschnittlich über 200 km/h. Der Rekord hat 35 Jahre lang Bestand.

  18. Technik

    „Gruppe B“-Studie gibt einen Ausblick auf den 959

    Auf der IAA 1983 zeigte Porsche eine Studie namens Gruppe B, die auf die neuen Gruppe-B-Regeln im Rallyesport abzielte. Sie kombinierte einen elektronisch gesteuerten Allradantrieb, einen Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor und eine leichte Karosserie mit Kunststoffpaneelen.

  19. Version

    Der 911 Carrera 3.2 lässt den Namen Carrera wieder aufleben

    Im September 1983 wich der 911 SC dem 911 Carrera mit einem 3,2-Liter-Motor mit 231 PS und digitaler Motorelektronik. Der robuste, langlebige Motor trug dazu bei, ihn zu einem der beliebtesten klassischen 911er zu machen.

  20. 1984

    Rot-weißer McLaren MP4/2C mit der Startnummer 1, die 1986er Evolution des von TAG-Porsche angetriebenen Fahrzeugs, ausgestellt im Porsche Museum
    Foto: Thomas Vogt · Wikimedia Commons · CC BY 2.0
    Motorsport

    Niki Lauda gewinnt den F1-Titel mit dem TAG Turbo von Porsche

    Im Auftrag von McLaren und der TAG-Gruppe treibt Porsches 1,5-Liter-V6-Biturbo Niki Lauda 1984 zum Fahrertitel, mit einem halben Punkt Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alain Prost. McLaren gewinnt zudem die Konstrukteursmeisterschaft.

  21. Unternehmen

    Porsche AG bringt stimmrechtslose Aktien an die Börse

    1984 ging die Porsche AG an die Börse und bot Investoren stimmrechtslose Vorzugsaktien an, während die Familien Porsche und Piëch die stimmberechtigten Stammaktien behielten.

  22. Motorsport

    911 Carrera 4x4 (953) gewinnt die Paris–Dakar auf Anhieb

    René Metge und Dominique Lemoyne gewinnen die Rallye Paris–Dakar beim Debüt des 953, eines stark modifizierten 911 mit Allradantrieb. Das Fahrzeug diente als Versuchsträger für das für den 959 geplante Antriebssystem.

  23. 1985

    Version

    944 Turbo bringt 220 PS in die Transaxle-Baureihe

    Der 944 Turbo von 1985 brachte einen 2,5-Liter-Vierzylinder mit Turbolader und 220 PS, eine glattere Front und stärkere Bremsen mit sich und machte den 944 zu einem echten Rivalen für den 911.

  24. Motorsport

    Alain Prost holt zwei weitere Titel mit TAG-Porsche-Power

    Alain Prost gewinnt 1985 und erneut 1986 die Formel-Eins-Fahrerweltmeisterschaft mit dem TAG-Porsche-V6 von McLaren, und McLaren holt sich 1985 auch den Konstrukteurstitel.

  25. Ein silberner Porsche 959 in der Seitenansicht im Porsche Museum in Stuttgart
    Foto: Rouk40130 · Wikimedia Commons · CC BY 4.0
    Neues Modell

    Porsche 959 auf der Frankfurter IAA präsentiert

    Der 959 feierte auf der IAA 1985 Premiere als Schaufenster für alles, was Porsche konnte: Biturbo, elektronisch gesteuerter Allradantrieb, adaptive Federung und eine windschlüpfige Karosserie ohne Auftrieb bei hoher Geschwindigkeit.

  26. 1986

    Rothmans Porsche 959 Paris–Dakar-Rallyeauto mit der Nummer 186, ausgestellt auf einem Wüsten-Stand bei einer Ausstellung in Seoul
    Foto: Damian B Oh · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Motorsport

    959 belegt die Plätze eins und zwei bei der Paris–Dakar

    Bevor ein einziger 959 einen Kunden erreicht, gewinnen René Metge und Dominique Lemoyne in einem die Paris–Dakar, mit Jacky Ickx und Claude Brasseur auf Platz zwei. Ein dritter 959, der als schnelles Servicefahrzeug eingesetzt wird, wird Sechster.

  27. Technik

    PDK-Doppelkupplungsgetriebe gewinnt sein erstes Rennen in Monza

    Hans-Joachim Stuck und Derek Bell gewinnen in Monza in einem 962 C, der mit dem PDK-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet ist, das ohne Zugkraftunterbrechung schaltet. Das Duo holt sich in der Folge den Sportwagen-Weltmeistertitel 1986.

  28. 1987

    Motorsport

    962 C macht sieben Le-Mans-Siege in Folge perfekt

    Hans-Joachim Stuck, Derek Bell und Al Holbert gewinnen Le Mans in einem Werks-962 C, Porsches siebter Sieg in Folge dort und der zwölfte insgesamt.

  29. 1988

    Ein dunkelblauer 911 Carrera 4 der Baureihe 964 auf Gras bei einer Autoshow
    Foto: Calreyn88 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    911 Carrera 4 (964) bringt Allradantrieb in den 911

    Die dritte Generation des 911, der 964, kam 1988 als Carrera 4 mit einem aus dem 959 entwickelten Allradantrieb auf den Markt. Etwa 85 Prozent seiner Teile waren neu, darunter Servolenkung, ABS und Schraubenfeder-Fahrwerk.

  30. Neues Modell

    Der letzte 924 läuft vom Band

    Die Produktion des 924 endete 1988 mit dem 924 S. Mehr als 150.000 Exemplare waren gebaut worden, und die Rolle des Einstiegsmodells ging an den 944 über.

Krise und Wiedergeburt

Sinkende Verkaufszahlen brechen dem Unternehmen fast das Genick. Der Boxster und ein wassergekühlter 911 retten es.

  1. 1989

    Neues Modell

    Das G-Modell des 911 verabschiedet sich nach 16 Jahren

    Die zweite Generation des 911 endete 1989 nach einer Rekordlaufzeit, die 1973 begann; 198.496 Exemplare wurden gebaut. Sein Abschiedsmodell war der Carrera Speedster mit verkürzter Windschutzscheibe.

  2. 1990

    Technik

    Tiptronic gibt dem 911 eine moderne Automatik

    Ab 1990 konnte der 964 Carrera 2 mit Tiptronic bestellt werden, einer Automatik, die es dem Fahrer auch ermöglichte, ohne Kupplung von Hand zu schalten. Sie war direkt auf den US-Markt ausgerichtet.

  3. Motorsport

    Porsche Carrera Cup startet mit 40 identischen 911ern

    Der deutsche Carrera Cup trägt sein erstes Rennen im belgischen Zolder aus, mit 40 identischen 911 Carrera 2 in der Startaufstellung. Olaf Manthey gewinnt. Die Serie ersetzt den seit 1986 ausgetragenen 944 Turbo Cup.

  4. 1991

    Neues Modell

    Porsche 968: der letzte der Vierzylinder-Transaxle

    Der 1991 eingeführte 968 war die letzte Evolutionsstufe der 924/944-Reihe. Sein 3.0-Liter-Vierzylinder mit VarioCam leistete 240 PS und 305 Nm, ein Rekord für einen Vierzylinder-Saugmotor.

  5. Technik

    VarioCam: Die variable Ventilsteuerung kommt mit dem 968

    Der 3,0-Liter-Vierzylinder des 968 führt VarioCam ein, das die Steuerzeiten der Einlassnockenwelle verschiebt, indem es die Spannung der Kette zwischen den Nockenwellen ändert. Das Ziel ist mehr Drehmoment über das gesamte Drehzahlband.

  6. 1992

    Personen

    Wendelin Wiedeking übernimmt die Führung eines Unternehmens in der Krise

    Produktionschef Wendelin Wiedeking nahm die Stelle im September 1992 an und wurde am 1. Oktober Sprecher des Vorstands; Porsches nordamerikanische Geschichte datiert seinen Vorsitz auf 1993. Das Unternehmen machte Verluste und hatte 1991/92 nur etwa 23.000 Autos verkauft; er führte Lean Production nach japanischem Vorbild und eine schlankere Modellpalette ein.

  7. 1993

    Motorsport

    Porsche Supercup rückt in den Formel-Eins-Kalender

    Der neue Porsche Supercup trägt Rennen mit identischen 911 (964) Cup-Fahrzeugen als Rahmenrennserie bei Formel-Eins-Grands-Prix aus. In seiner ersten Saison gewinnt Gaststarter Mika Häkkinen in Monaco und Budapest.

  8. Design

    Boxster-Konzept stiehlt in Detroit die Show

    Im Januar 1993 enthüllte Porsche auf der Detroit Motor Show das Boxster-Konzept, einen Mittelmotor-Roadster, dessen Name „Boxer“ und „Roadster“ verbindet. Die begeisterte Resonanz überzeugte das Unternehmen, ihn zu bauen.

  9. Ein violetter 911 Carrera der Baureihe 993 in der Frontalansicht, der seine abfallenden Ellipsoid-Scheinwerfer zeigt
    Foto: Damian B Oh · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    Der 993: Der letzte luftgekühlte 911 kommt

    Der auf der Frankfurter IAA 1993 präsentierte 911 der vierten Generation hatte flachere Kotflügel, schlanke Ellipsoid-Scheinwerfer und eine neue Mehrlenker-Hinterachse. Niemand wusste damals, dass es der letzte luftgekühlte 911 sein würde.

  10. 1994

    Motorsport

    Ein straßenzugelassener 962 gewinnt Le Mans als GT

    Zusammen mit Jochen Dauer zum Straßenauto umgebaut, um dem neuen GT-Reglement zu entsprechen, gewinnt der Dauer 962 LM mit Mauro Baldi, Yannick Dalmas und Hurley Haywood in Le Mans – der 13. Gesamtsieg von Porsche dort.

  11. 1995

    Version

    993 Turbo: erster 911 mit Biturbo

    1995 wechselte der 911 Turbo zu Biturbo und Allradantrieb und leistete 408 PS. Er führte auch Leichtmetallräder mit Hohlspeichen ein und wurde für seine sehr niedrigen Emissionen dank OBD II gefeiert.

  12. Unternehmen

    Ende der Transaxle-Ära: 928 und 968 gehen in den Ruhestand

    1995 stellte Porsche den Bau des 928 und 968 ein und beendete damit zwei Jahrzehnte von Transaxle-Fahrzeugen mit Frontmotor. Das Unternehmen konzentrierte sich auf den 911 und den kommenden Mittelmotor-Boxster.

  13. 1996

    Ein schwarzer Boxster der ersten Generation (986) mit geschlossenem Stoffverdeck, von oben gesehen bei der Fahrt über einen Parkplatz
    Foto: Dorieo · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    Boxster kommt auf den Markt und leitet die Erholung ein

    Der Serien-Boxster kam 1996 mit einem wassergekühlten 2,5-Liter-Sechszylinder-Boxermotor als Mittelmotor. Er teilte vieles mit dem kommenden 996 911, und sein Erfolg half, Porsche aus der Krise der frühen 1990er-Jahre zu holen.

  14. Motorsport

    Der TWR-Porsche Spyder von Joest gewinnt Le Mans

    Der offene Prototyp WSC-95 von Joest Racing mit Porsche-Motor, gefahren von Davy Jones, Manuel Reuter und Alexander Wurz, gewinnt Le Mans. Dasselbe Auto wiederholt den Sieg 1997.

  15. Unternehmen

    Der millionste Porsche wird gebaut

    Im Juli 1996 stellte Porsche sein millionstes Auto fertig, 48 Jahre nach dem ersten 356. Es war ein 911 in Polizeiausstattung, der an die Autobahnpolizei Baden-Württemberg übergeben wurde.

  16. 1997

    Ein blaues 911 Carrera Cabriolet der frühen Baureihe 996 mit den „Spiegelei“-Scheinwerfern
    Foto: Alexander-93 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Der 996: Der 911 wechselt zur Wasserkühlung

    Auf der IAA 1997 brach Porsche mit der Tradition und zeigte den 996, den ersten wassergekühlten 911. Vierventil-Zylinderköpfe, die zur Einhaltung der Abgasnormen nötig waren, erforderten eine Wasserkühlung und steigerten die Leistung des Basismotors auf 300 PS.

  17. 1998

    Neues Modell

    Der letzte luftgekühlte 911 verlässt Zuffenhausen

    Im Frühjahr 1998 lief der letzte 993 vom Band und beendete die 1963 begonnene Ära der luftgekühlten 911. Die Quellen sind sich uneins, welches Auto genau das letzte war, aber das Jahr steht außer Zweifel.

  18. Unternehmen

    Porsche kündigt eine „dritte Baureihe“ an: ein SUV

    1998 bestätigte Porsche den Bau eines gemeinsam mit Volkswagen entwickelten Sport-Utility-Vehicles. Ein Van war ebenfalls in Betracht gezogen worden, aber das US-Verkaufsteam drängte auf einen Geländewagen.

  19. Personen

    Ferry Porsche stirbt mit 88 Jahren

    Ferry Porsche, der 1948 den ersten Porsche-Sportwagen geschaffen und das Unternehmen ein halbes Jahrhundert lang geleitet hatte, starb am 27. März 1998 in Zell am See, Österreich.

  20. Rückansicht des weißen Porsche 911 GT1-98 mit der Startnummer 26 und seinem großen Carbon-Heckflügel im Porsche Museum
    Foto: Morio · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
    Motorsport

    911 GT1-98 gewinnt Le Mans mit einem Doppelsieg

    Im Jahr des 50-jährigen Jubiläums von Porsche führt der 911 GT1-98 mit Carbon-Chassis von Laurent Aiello, Allan McNish und Stéphane Ortelli einen Werks-Doppelsieg in Le Mans an. Es ist der 16. Gesamtsieg von Porsche und der letzte für 17 Jahre.

  21. 1999

    Version

    Erster 911 GT3 feiert Premiere in Genf

    Der 996 GT3 debütierte 1999 auf dem Genfer Auto-Salon: ein leichter, auf die Rennstrecke ausgerichteter 911 mit einem vom GT1-Rennwagen abgeleiteten Motor. Walter Röhrl half bei der Entwicklung und nannte ihn einen Rennwagen für die Straße.

  22. 2000

    Version

    996 Turbo kommt mit einem vom GT1 abgeleiteten Motor

    Der wassergekühlte 911 Turbo aus dem Jahr 2000 nutzte einen 3,6-Liter-Biturbo-Motor mit Wurzeln im Le-Mans-Siegerwagen GT1, dazu Allradantrieb und 420 PS.

  23. Design

    Carrera-GT-Konzeptstudie in Paris enthüllt

    Auf dem Pariser Autosalon im September 2000 zeigte Porsche den Carrera GT, die Studie eines offenen Mittelmotor-Supersportwagens, angetrieben von einem V10, der ursprünglich für einen Le-Mans-Prototypen entwickelt worden war, der nie Rennen fuhr.

  24. 2001

    Technik

    Keramikbremsen (PCCB) kommen in den 911 GT2

    Der 911 GT2 der Baureihe 996 ist der erste Porsche, der mit Porsche Ceramic Composite Brakes ausgestattet ist. Die Scheiben wiegen etwa die Hälfte von Graugussscheiben, reduzieren die ungefederte Masse und sind auf eine deutlich längere Lebensdauer ausgelegt.

Die moderne Modellpalette

Ein SUV, ein Viertürer, ein Hypercar und ein neues Werk: Porsche wird zum Vollsortimenter.

  1. 2002

    Das Porsche-Werk in Leipzig mit seinen Werkshallen und Gleisanlagen im April 2023
    Foto: Ingbife · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Unternehmen

    Werk Leipzig eröffnet als zweite Porsche-Fabrik

    Porsche feierte die Eröffnung seines Leipziger Werks am 20. August 2002, dem Tag, an dem der erste Cayenne vom Band lief. Die Entscheidung für diesen Standort war 1999 gefallen.

  2. Ein grauer Porsche Cayenne S der ersten Generation (955) bei der Fahrt auf einer nassen Straße
    Foto: OWS Photography · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Cayenne feiert Premiere in Paris: Porsches dritte Baureihe

    Der Cayenne, Porsches erster Fünfsitzer und erstes SUV, feierte 2002 auf dem Pariser Autosalon Premiere. Viele Fans waren skeptisch, aber er wurde zu einer der Säulen für das Wachstum des Unternehmens.

  3. 2003

    Ein silberner Porsche Carrera GT, geparkt auf Schotter unter Bäumen bei einer Oldtimer-Gala
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    Carrera GT geht mit einem 612 PS starken V10 in Produktion

    Die Produktion des Carrera GT begann im Herbst 2003. Sein 5.7-Liter-V10-Saugmotor leistete 612 PS, und er nutzte ein Carbon-Monocoque sowie eine Keramikkupplung aus dem Motorsport.

  4. 2004

    Neues Modell

    Baureihe 997 bringt runde Scheinwerfer zurück

    Im Juli 2004 präsentierte Porsche die sechste Generation des 911 Carrera und Carrera S. Der 997 kehrte zu den klassischen runden Scheinwerfern zurück und führte die adaptiven Dämpfer des PASM ein.

  5. 2005

    Unternehmen

    Porsche beginnt sich bei Volkswagen einzukaufen

    Im Jahr 2005 übernahm Porsche einen Anteil von fast 19 Prozent an Volkswagen und wurde damit zum größten Einzelaktionär. Es war der Auftakt zu einem Übernahmeversuch, der die nächsten vier Jahre dominieren sollte.

  6. Ein dunkelgrauer Cayman S der ersten Generation (987), geparkt auf einer Kopfsteinpflasterstraße vor einem Backsteinhaus
    Foto: Vauxford · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    Cayman S feiert Premiere: Der Boxster bekommt ein Dach

    Auf der IAA 2005 enthüllte Porsche den Cayman S, ein auf dem Boxster basierendes Mittelmotor-Coupé mit einem eigenen 3,4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor. Er wurde schnell zu einer eigenständigen Baureihe.

  7. Motorsport

    RS Spyder gewinnt beim Debüt in Laguna Seca seine Klasse

    Porsche kehrt mit dem LMP2 RS Spyder in der American Le Mans Series in den Prototypensport zurück. Bei seinem ersten Einsatz in Laguna Seca gewinnt das von Penske eingesetzte Auto von Sascha Maassen und Lucas Luhr seine Klasse und wird Fünfter in der Gesamtwertung.

  8. 2006

    Technik

    997 Turbo: variable Turbinengeometrie bei einem Benzinmotor

    Der 2006 in Genf vorgestellte 997 Turbo nutzte Turbolader mit variabler Turbinengeometrie, eine Technologie, die bei Dieseln viel häufiger vorkommt, da deren Abgase kühler sind. Er leistete 480 PS.

  9. Motorsport

    RS Spyder startet eine Serie von drei ALMS-Klassentiteln

    In seiner ersten vollen Saison gewinnt der von Penske eingesetzte RS Spyder die LMP2-Meisterschaft der American Le Mans Series. Er wiederholt diesen Erfolg 2007 und 2008, mit Timo Bernhard unter den siegreichen Fahrern.

  10. 2008

    Technik

    PDK-Doppelkupplungsgetriebe und Direkteinspritzung für den 911

    Der überarbeitete 997 von 2008 brachte Motoren mit Direkteinspritzung und das PDK-Doppelkupplungsgetriebe, das ohne Zugkraftunterbrechung schaltet. Porsche hatte die PDK-Idee erstmals in den 1980er-Jahren im Rennsport eingesetzt.

  11. 2009

    Das weiße, kantige Gebäude des Porsche Museums am Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen, das auf schrägen Stützen steht
    Foto: Giftzwerg 88 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
    Unternehmen

    Neues Porsche Museum eröffnet in Zuffenhausen

    Am 31. Januar 2009 wurde das neue Porsche Museum am Porscheplatz in Stuttgart-Zuffenhausen für das Publikum eröffnet. Das markante Gebäude scheint auf drei Betonkernen zu schweben und zeigt mehr als 80 Ausstellungsstücke.

  12. Ein weißer Porsche Panamera der ersten Generation (970), der vor einem Hoteleingang geparkt ist
    Foto: Tokumeigakarinoaoshima · Wikimedia Commons · CC0
    Neues Modell

    Panamera feiert Premiere in Shanghai: der viertürige Porsche

    Porsche präsentierte den Panamera im April 2009 im 94. Stock des Shanghai World Financial Center. Der viertürige, viersitzige Gran Turismo eröffnete ein neues Segment für die Marke und wurde in Leipzig gebaut.

  13. Unternehmen

    Übernahmeversuch scheitert; Wiedeking tritt zurück

    Porsches Versuch, Volkswagen zu übernehmen, endete damit, dass der Jäger zum Gejagten wurde. Hoch verschuldet stimmte Porsche einer Fusion mit VW zu, und der Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking trat am 23. Juli 2009 mit sofortiger Wirkung zurück.

  14. 2010

    Design

    918-Spyder-Konzept: ein Plug-in-Hybrid-Supersportwagen

    Auf dem Genfer Automobilsalon 2010 präsentierte Porsche das 918-Spyder-Konzept, das einen V8 mit Elektromotoren in einem Plug-in-Hybrid-Supersportwagen kombinierte. Die Resonanz war so groß, dass die Produktion noch im Juli bestätigt wurde.

  15. 2011

    Neues Modell

    Die Baureihe 991: ein längerer, leichterer 911

    Der auf der IAA 2011 vorgestellte 911 der siebten Generation hatte einen 10 cm längeren Radstand und eine neue Karosserie aus Aluminium und Stahl, die Gewicht sparte. Er brachte das weltweit erste Siebengang-Schaltgetriebe.

  16. 2012

    Unternehmen

    Volkswagen übernimmt Porsche AG vollständig

    Am 1. August 2012 übernahm Volkswagen die restlichen 50,1 Prozent des Porsche-Automobilgeschäfts von der Porsche SE, zwei Jahre früher als 2009 zunächst vereinbart.

  17. 2013

    Technik

    Hinterachslenkung kommt in den 911

    Der 911 GT3 und der 911 Turbo der Baureihe 991 führen die aktive Hinterachslenkung ein. Bei niedriger Geschwindigkeit lenken die Hinterräder für mehr Agilität entgegen den Vorderrädern; bei höherer Geschwindigkeit lenken sie für mehr Stabilität in dieselbe Richtung.

  18. Ein weißer Porsche 918 Spyder mit montierten Dachpaneelen, geparkt auf Schotter bei einem Concours
    Foto: Chelsea Jay · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Neues Modell

    918 Spyder feiert Premiere auf der IAA und umrundet den Ring in 6:57

    Der Serien-918 Spyder debütierte auf der IAA 2013. Sein Plug-in-Hybridantrieb kombinierte einen V8 mit zwei Elektromotoren zu 887 PS, und er umrundete die Nürburgring-Nordschleife in 6:57 Minuten.

  19. 2014

    Ein schwarzer Porsche Macan der ersten Generation (95B, späteres Facelift) von oben gesehen, während er eine Straße entlangfährt
    Foto: OWS Photography · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Bearbeitet: Fahrer unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Kompakt-SUV Macan geht in den Verkauf

    Der im November 2013 auf der Messe in Los Angeles vorgestellte Macan kam im Frühjahr 2014 als Macan S und Macan Turbo in den Handel. Er wurde in Leipzig gebaut und entwickelte sich schnell zu einem der Bestseller von Porsche.

  20. Motorsport

    919 Hybrid bringt Porsche zurück in die Spitzenklasse in Le Mans

    Sechzehn Jahre nach dem letzten Gesamtsieg kehrt Porsche mit dem 919 Hybrid in die LMP1-Klasse zurück, angetrieben von einem 2-Liter-V4-Turbo und zwei Energierückgewinnungssystemen. Er gewinnt das Saisonfinale 2014 in São Paulo.

  21. Technik

    Cayenne S E-Hybrid: erster Plug-in in der Premium-SUV-Klasse

    Mit dem Cayenne-Update 2014 kam der S E-Hybrid, der erste Plug-in-Hybrid im Premium-SUV-Segment. Zusammen mit dem Panamera S E-Hybrid und dem 918 Spyder bot Porsche drei Plug-in-Modelle an.

Elektrisch und darüber hinaus

Hybride Le-Mans-Sieger, ein 800-Volt-Elektrosportwagen und ein Börsengang eröffnen das nächste Kapitel.

  1. 2015

    Der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 19, noch schmutzig vom Rennen, in Fahrt beim Goodwood Festival of Speed
    Foto: Edvvc from London, UK · Wikimedia Commons · CC BY 2.0
    Motorsport

    919 Hybrid gewinnt Le Mans: 17. Gesamtsieg von Porsche

    Exakt 45 Jahre nach dem ersten Sieg gewinnen Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy im 919 Hybrid in Le Mans, ein Schwesterauto wird Zweiter. Weder Hülkenberg noch Bamber waren zuvor in Le Mans gefahren.

  2. Nahaufnahme des vorderen Kotflügels, des Luftauslasses und des Rades des Mission-E-Konzeptfahrzeugs, das 2018 in Berlin ausgestellt wurde
    Foto: Matti Blume · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Design

    Mission-E-Konzept deutet auf eine elektrische Zukunft hin

    Auf der IAA 2015 zeigte Porsche den Mission E, eine viertürige, viersitzige Elektro-Sportwagenstudie mit einem 800-Volt-System, über 600 PS und einer angegebenen 80-Prozent-Ladung in etwa 15 Minuten.

  3. Personen

    Oliver Blume wird Porsche-CEO

    Als Matthias Müller Porsche nach dem Dieselskandal verließ, um Volkswagen zu leiten, übernahm Produktionschef Oliver Blume ab dem 1. Oktober 2015 die Leitung der Porsche AG.

  4. 2016

    Neues Modell

    718 Boxster und Cayman wechseln zu Vierzylinder-Boxern mit Turbolader

    Zum Modellwechsel 2016 wurde das Mittelmotor-Duo in 718 Boxster und 718 Cayman umbenannt und erhielt Vierzylinder-Boxer mit Turbolader und 2,0 sowie 2,5 Litern Hubraum, eine Anspielung auf die 718-Rennwagen der 1950er- und 60er-Jahre.

  5. Version

    911 R lässt den puristischen 911 mit Handschaltung wieder aufleben

    Der 2016 in Genf vorgestellte 911 R kombinierte den Motor des GT3 RS mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und verzichtete auf einen feststehenden Heckflügel. Er war auf 991 Fahrzeuge limitiert und eine Antwort auf Käufer, die sich einen puristischen 911 für Fahrer wünschten.

  6. Neues Modell

    Zweite Generation des Panamera in Berlin vorgestellt

    Im Juni 2016 stellte Porsche den völlig neuen Panamera vor, der auf der MSB-Plattform des Konzerns basierte und eine flachere Dachlinie sowie neue Biturbo-Motoren aufwies. Er wurde vollständig in Leipzig produziert.

  7. Motorsport

    919 Hybrid gewinnt Le Mans im zweiten Jahr in Folge

    Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb gewinnen Le Mans im 919 Hybrid, der 18. Gesamtsieg von Porsche. Das Trio wird in dieser Saison auch Langstrecken-Weltmeister.

  8. 2017

    Der millionste 911, ein Carrera S in Irish Green, ausgestellt auf einer Porsche-Ausstellung in Berlin im Jahr 2018
    Foto: Matti Blume · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Gesichter im Hintergrund unkenntlich gemacht
    Unternehmen

    Der millionste 911 rollt vom Band

    Am 11. Mai 2017 verließ der millionste 911 das Band in Zuffenhausen, 54 Jahre nach Produktionsbeginn. Es war ein Carrera S in Irish Green mit Details, die vom originalen 911 von 1963 inspiriert waren, und Porsche behielt ihn.

  9. Motorsport

    Von Platz 56 auf eins: der dritte Le-Mans-Sieg des 919 in Folge

    Nachdem sie durch eine einstündige Reparatur 18 Runden zurückgefallen sind, stürmen Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley von Platz 56 zum Sieg in Le Mans. Es ist der 19. Gesamtsieg von Porsche und der dritte in Folge für den 919.

  10. Neues Modell

    Dritte Generation des Cayenne in Zuffenhausen vorgestellt

    Der dritte Cayenne feierte 2017 in Zuffenhausen sein Debüt. Er war leichter und technischer und brachte erstmals eine Hinterachslenkung und Mischbereifung in das SUV.

  11. 2018

    Design

    Konzeptfahrzeug Mission E Cross Turismo in Genf gezeigt

    Im März 2018 zeigte Porsche in Genf den Mission E Cross Turismo, einen elektrischen Crossover-Kombi mit Offroad-Elementen. Im Herbst desselben Jahres genehmigte der Vorstand die Serienproduktion als Taycan Cross Turismo.

  12. Unternehmen

    Der Mission E erhält einen Namen: Taycan

    Im Juni 2018, als Porsche 70 Jahre seiner Sportwagen feierte, erhielt der Serien-Mission E den Namen Taycan. Laut Porsche lässt sich der Name als „lebhaftes junges Pferd“ deuten, eine Verbindung zum Pferd im Wappen.

  13. Porsche 919 Hybrid Evo in „919 tribute“-Lackierung mit großem Heckflügel, ausgestellt im Porsche Museum
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
    Motorsport

    919 Hybrid Evo umrundet die Nordschleife in 5:19,55

    Befreit vom Rennreglement, umrundet Timo Bernhard im 919 Hybrid Evo die Nürburgring-Nordschleife in 5:19,55 und unterbietet damit den Rekord von Stefan Bellof aus dem Jahr 1983 um 51,58 Sekunden bei einem Durchschnitt von 233.8 km/h.

  14. Ein weißer 911 Carrera S der Baureihe 992, geparkt in einem Parkhaus
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Achte Generation des 911 (992) feiert Premiere in Los Angeles

    Porsche enthüllte den 992 Ende November 2018 im Rahmen der LA Auto Show. Alle Modelle teilten sich nun die breite Karosserie, und er brachte ein Achtgang-PDK sowie einen Wet-Modus mit, der Wasser auf der Straße erkennt.

  15. 2019

    Ein blauer Porsche Taycan, gesehen von schräg hinten, mit seinem durchgehenden Leuchtenband
    Foto: Alexander-93 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Taycan, Porsches erstes Elektroauto, feiert Premiere auf drei Kontinenten

    Am 4. September 2019 enthüllte Porsche den Taycan gleichzeitig in Nordamerika, Europa und China unter dem Slogan „Soul, electrified“. Er nutzte ein 800-Volt-System und ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse.

  16. Motorsport

    Porsche steigt in die Formel E ein und holt beim ersten Einsatz ein Podium

    Porsche gibt beim Diriyah E-Prix in Saudi-Arabien mit dem 99X Electric sein Formel-E-Debüt. André Lotterer wird im Auftaktrennen Zweiter – ein starker Start für das vollelektrische Werksprogramm.

  17. 2021

    Version

    Taycan Cross Turismo ergänzt einen elektrischen Allrounder

    Im März 2021 feierte der Taycan Cross Turismo als Serienversion des Konzepts von 2018 Premiere: ein höhergelegter elektrischer Kombi mit Allradantrieb und zusätzlicher Kopffreiheit im Fond.

  18. 2022

    Motorsport

    Wehrlein führt Doppelsieg bei Porsches erstem Formel-E-Sieg an

    Von der Pole-Position gewinnt Pascal Wehrlein den Mexico City E-Prix im 99X Electric, Teamkollege André Lotterer wird Zweiter: Porsches erster Sieg in der Formel E.

  19. Unternehmen

    Porsche AG kehrt an die Börse zurück

    Am 29. September 2022 begann der Handel mit den Vorzugsaktien der Porsche AG in Frankfurt unter dem Kürzel P911 zu einem Ausgabepreis von 82,50 Euro. Nach Marktwert war es der größte Börsengang Europas.

  20. Version

    911 Dakar: ein Offroad-911 für die Straße

    Der auf der LA Auto Show 2022 enthüllte 911 Dakar erhöhte die Bodenfreiheit und fügte All-Terrain-Reifen hinzu, eine Hommage an den 911, der 1984 die Rallye Paris-Dakar gewann. Er war auf 2.500 Fahrzeuge limitiert.

  21. 2023

    Unternehmen

    75 Jahre Porsche Sportwagen und der Vision 357

    Im Jahr 2023 feierte Porsche 75 Jahre seit dem 356 „Nr. 1“. Die Designstudie Vision 357, inspiriert vom 356, eröffnete das Jubiläumsjahr.

  22. 2024

    Version

    Taycan-Update: mehr Leistung, Reichweite und schnelleres Laden

    Im Jahr 2024 verpasste Porsche dem Taycan ein umfassendes Update mit mehr Leistung, größerer Reichweite, schnellerer Beschleunigung und schnellerem Laden. Ein Taycan Turbo GT krönte die Modellpalette.

  23. Ein dunkelgrauer vollelektrischer Porsche Macan, gesehen von schräg hinten in einem Parkhaus
    Foto: Alexander-93 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Neues Modell

    Der vollelektrische Macan feiert Premiere in Singapur

    Am 25. Januar 2024 enthüllte Porsche in Singapur die zweite Generation des Macan, sein erstes vollelektrisches SUV. Basierend auf der neuen PPE-Plattform mit 800-Volt-Technologie kam er als Macan 4 und Macan Turbo auf den Markt.

  24. Motorsport

    Hybrid-Prototyp 963 gewinnt die 24 Stunden von Daytona

    Nach einem 32-minütigen Schlussduell mit einem Cadillac fährt Felipe Nasr den Porsche Penske 963, den er sich mit Dane Cameron, Matt Campbell und Josef Newgarden teilt, als Erster ins Ziel. Es ist Porsches erster Daytona-Gesamtsieg seit 2003 und der 19. dort.

  25. Ein blassgraugrüner 2025 911 Carrera GTS Targa, der aktualisierte 992 mit T-Hybrid-Antrieb, der seine neuen vorderen Lufteinlässe mit vertikalen Lamellen zeigt
    Foto: Alexander Migl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet: Kennzeichen unkenntlich gemacht
    Technik

    911 Carrera GTS T-Hybrid: der erste Hybrid-911

    Am 28. Mai 2024 stellte Porsche den aktualisierten 992 mit dem ersten straßenzugelassenen Hybrid-911 vor. Der GTS T-Hybrid kombiniert einen 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, einen elektrischen Turbolader und einen Motor im Getriebe für insgesamt 541 PS.

  26. Motorsport

    Pascal Wehrlein wird Formel-E-Weltmeister

    Beim Saisonfinale in London schlägt Pascal Wehrlein das Jaguar-Duo Mitch Evans und Nick Cassidy im Kampf um den Fahrertitel der 10. Formel-E-Saison, Porsches ersten Weltmeistertitel in dieser Serie.

  27. Motorsport

    Estre, Lotterer und Vanthoor gewinnen den WEC-Fahrertitel im 963

    Ein elfter Platz bei den 8 Stunden von Bahrain reicht: Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor sichern sich in ihrem Porsche Penske 963 den Fahrertitel der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2024. Porsche wird Zweiter bei den Herstellern.

  28. 2025

    Neues Modell

    Cayenne Electric feiert Online-Premiere, dann in Dubai

    Porsche enthüllte den Cayenne Electric, sein zweites vollelektrisches SUV, bei einer digitalen Weltpremiere am 19. November 2025, mit einem öffentlichen Debüt bei Icons of Porsche in Dubai wenige Tage später. Er wird neben dem Benzin- und Hybrid-Cayenne angeboten.

  29. 2026

    Personen

    Michael Leiters wird Porsche-CEO

    Am 1. Januar 2026 trat Michael Leiters, ehemaliger CEO von McLaren Automotive und einst Ingenieur bei Porsche und Ferrari, die Nachfolge von Oliver Blume an der Spitze der Porsche AG an. Blume leitet weiterhin den Volkswagen-Konzern.

  30. Motorsport

    Wehrlein gewinnt in London einen zweiten Formel-E-Titel

    Pascal Wehrlein sichert sich beim Double-Header in London seine zweite Formel-E-Fahrermeisterschaft, nachdem er das Samstagsrennen gewonnen hat. Er ist neben Jean-Éric Vergne der einzige zweimalige Champion der Serie.

Jedes Modell auf einen Blick

Produktionsjahre jeder Straßenwagen-Baureihe. Tippe auf einen Balken, um die wichtigsten Versionen zu sehen.

356

  • 3561948–1965

    Heckmotor, luftgekühlter Vierzylinder-Boxer. Das erste Porsche-Serienauto: ein leichtes, aerodynamisches Coupé und ein Roadster, die zuerst in Gmünd und ab 1950 in Zuffenhausen gebaut wurden. Rund 78.000 Stück wurden hergestellt.

    Wichtige Versionen

    • 1948356 "No. 1" Roadster · Mittelmotor-Prototyp, erstes Auto mit dem Namen Porsche
    • 1948356 Gmünd Coupé · Handgefertigte Aluminium-Coupés aus der österreichischen Werkstatt
    • 1954356 Speedster · Reduziertes offenes Auto mit niedriger Windschutzscheibe, für die USA gedacht
    • 1955356 A · Erstes großes Update: gebogene Windschutzscheibe und 1,6-Liter-Motoren
    • 1955356 A Carrera 1500 GS · Fuhrmann-Motor mit vier Nockenwellen aus dem 550 in einem Straßenauto
    • 1959356 B · Höhere Scheinwerfer und Stoßstangen, kultivierter
    • 1962356 B Carrera 2 · Zwei-Liter-Motor mit vier Nockenwellen und Scheibenbremsen
    • 1963356 C · Letzte Version, mit Scheibenbremsen rundum

550 & Spyder

  • 550 Spyder1953–1956

    Mittelmotor, luftgekühlter Vierzylinder-Boxer. Ein kleiner, leichter Mittelmotor-Spyder, der für den Rennsport gebaut und an Privatkunden verkauft wurde, berühmt als „Riesentöter“ gegen größere Autos.

    Wichtige Versionen

    • 1953550 prototype coupé · Erste 550 fuhren als geschlossene Coupés Rennen
    • 1954550 Spyder (customer car) · Serie gebaut mit dem 1,5-Liter-Motor mit vier Nockenwellen
    • 1956550 A Spyder · Leichterer Gitterrohrrahmen und mehr Leistung

911

  • 911 (original, 901)1963–1973

    Heckmotor, luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der erste 911, 1963 als 901 präsentiert. Sein luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor, die 2+2-Kabine und die Fastback-Form bildeten die Vorlage für jeden 911 seither.

    Wichtige Versionen

    • 1963901 / 911 · Premiere auf der IAA; nach einem Einspruch von Peugeot in 911 umbenannt
    • 1965911 Targa · Sicherheits-Cabriolet mit festem Überrollbügel
    • 1966911 S · Leistungsstärkere Version des Modelljahrs 1967 mit Fuchsfelgen
    • 1967911 T · Einstiegs-911 mit einem einfacheren Motor
    • 1967911 R · Ultraleichtes Homologations-Sondermodell, etwa 20 Stück gebaut
    • 1968911 E · Mechanische Benzineinspritzung, für das Modelljahr 1969
    • 1972911 Carrera RS 2.7 · Leichtbau mit dem Entenbürzel-Spoiler
  • 911 (G-Series)1973–1989

    Heckmotor, luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Die zweite 911-Baureihe, mit Prallstoßstangen, um US-Vorschriften zu erfüllen. Sie lief die Rekordzeit von 16 Jahren und brachte den Turbo, SC und Carrera 3,2.

    Wichtige Versionen

    • 1973911 / 911 S / Carrera 2.7 · Faltenbalg-Stoßstangen; 2,7-Liter-Motoren mit 150–210 PS
    • 1974911 Turbo (930) · Erster 911 mit Turbolader, 260 PS
    • 1975911 Carrera 3.0 · Drei-Liter-Carrera mit 200 PS
    • 1977911 SC · „Super Carrera“ mit einem 3,0-Liter-Motor
    • 1977911 Turbo 3.3 · Ladeluftkühler und 300 PS
    • 1983911 SC Cabriolet · Erster komplett offener 911
    • 1983911 Carrera 3.2 · 231 PS und digitale Motorelektronik
    • 1989911 Carrera Speedster · Abschiedsmodell mit niedriger Scheibe
  • 911 (964)1988–1994

    Heckmotor, luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Die dritte 911-Baureihe: rund 85 % Neuteile, Allradantrieb ab Marktstart, ABS und Servolenkung sowie Schraubenfedern statt Drehstabfedern.

    Wichtige Versionen

    • 1988Carrera 4 · Einführungsmodell mit vom 959 abgeleitetem Allradantrieb
    • 1989Carrera 2 · Version mit Hinterradantrieb, Tiptronic optional
    • 1990Turbo · Turbo mit breiter Karosserie, erst mit 3,3, dann 3,6 Litern
    • 1991Carrera RS · Leichter, steifer, sportlicher
    • 1992RS America · Vereinfachtes sportliches Modell für die USA
    • 1993Speedster · Roadster mit gekürzter Windschutzscheibe
  • 911 (993)1993–1998

    Heckmotor, luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der letzte luftgekühlte 911, mit fließenderen Linien, Ellipsoid-Scheinwerfern und einer Mehrlenker-Hinterachse. Viele Fans sehen in ihm den reinsten klassischen 911.

    Wichtige Versionen

    • 1993Carrera · 272 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe
    • 1994Carrera Cabriolet · Offene Version ab Anfang 1994
    • 1995Carrera RS · Leichtbau-Sondermodell mit 3.8 Litern
    • 1995Turbo · Erster 911 Biturbo, Allradantrieb, 408 PS
    • 1995GT2 · Homologations-Turbo mit Hinterradantrieb und aufgeschraubten Kotflügelverbreiterungen
    • 1995Targa · Glasschiebedach statt abnehmbarem Dachteil
    • 1995Carrera 4S · Turbo-Karosserie und -Bremsen ohne den Turbo
    • 1997Carrera S · Breite Karosserie mit Hinterradantrieb
  • 911 (996)1997–2005

    Heckmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der erste wassergekühlte 911, komplett neu und größer, der sich Teile mit dem Boxster teilt. Seine „Spiegelei“-Scheinwerfer spalten die Meinungen.

    Wichtige Versionen

    • 1997Carrera · Wassergekühlter 3,4-Liter-Motor, 300 PS
    • 1998Carrera 4 · Allradantrieb mit PSM-Stabilitätskontrolle
    • 1999GT3 · Rennstreckenfokussiertes Modell mit vom GT1 abgeleitetem Motor
    • 2000Turbo · Biturbo, Allradantrieb, 420 PS
    • 2001GT2 · Turbo mit Hinterradantrieb und serienmäßigen Keramikbremsen
    • 2002Targa · Großes Glasdach
    • 2002Carrera 4S · Breite Karosserie im Turbo-Look
    • 2003GT3 RS · Leichterer und schärferer GT3
  • 911 (997)2004–2012

    Heckmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der sechste 911 kehrte zu runden Scheinwerfern zurück und wuchs zur bisher größten Auswahl an 911-Versionen heran, ergänzt um PASM, VTG-Turbos und das PDK-Getriebe.

    Wichtige Versionen

    • 2004Carrera / Carrera S · Einführungsmodelle; PASM serienmäßig beim S
    • 2006Turbo · Porsches erster mit Turboladern mit variabler Turbinengeometrie
    • 2006GT3 RS · Leichtbau-Sondermodell für die Rennstrecke
    • 2007GT2 · Biturbo-Flaggschiff mit Hinterradantrieb
    • 2008Carrera (facelift, PDK) · Direkteinspritzung und Doppelkupplungsgetriebe PDK
    • 2009Sport Classic · Limitierte Auflage mit Entenbürzel
    • 2010GT2 RS · Leichtbau-Flaggschiff mit 620 PS
    • 2010Speedster · Limitierter offener Zweisitzer
    • 2011GT3 RS 4.0 · Vier-Liter-Abschieds-GT3
  • 911 (991)2011–2019

    Heckmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der siebte 911: längerer Radstand, Aluminium-Stahl-Karosserie und ein neues Interieur. Sein Facelift brachte Carrera-Motoren mit Turbolader; er ist die meistverkaufte 911-Baureihe.

    Wichtige Versionen

    • 2011Carrera / Carrera S · Weltweit erstes Siebengang-Schaltgetriebe
    • 2013GT3 · GT3 nur mit PDK und Hinterachslenkung
    • 2013Turbo / Turbo S · Aktive Aerodynamik und Hinterachslenkung
    • 2014Targa · Wiederbelebtes Targa-Design mit Überrollbügel
    • 2015GT3 RS · Breite Karosserie und 500 PS
    • 2016911 R · Puristisches Sondermodell nur mit Handschaltung, 991 Fahrzeuge
    • 2017GT2 RS · Stärkster 911 seiner Zeit, 700 PS
    • 2019Speedster · Limitierte Abschiedsedition
  • 911 (992)2018–heute

    Heckmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Der achte 911: eine breite Karosserie für alle Modelle, Achtgang-PDK und ein digitales Cockpit. Sein Update 2024 brachte den ersten Hybrid-911.

    Wichtige Versionen

    • 2018Carrera S / 4S · Einführungsmodelle, 450 PS
    • 2020Turbo S · 650-PS-Flaggschiff mit Allradantrieb
    • 2021GT3 · Doppelquerlenker-Vorderachse aus dem Rennsport
    • 2022GT3 RS · Schwanenhals-Heckflügel und aktive Aerodynamik
    • 2022Sport Classic · Entenbürzel und Handschaltung
    • 2022Dakar · Höhergelegter Offroad-911, 2.500 Fahrzeuge
    • 2023S/T · Leichtbau-Sondermodell mit Handschaltung zum 60. Geburtstag des 911
    • 2024Carrera GTS T-Hybrid · Erster Hybrid-911, 541 PS

912

  • 9121965–1969

    Heckmotor, luftgekühlter Vierzylinder-Boxer. Ein erschwinglicher 911 mit dem Vierzylindermotor aus dem 356. Er verkaufte sich anfangs besser als der 911; der 912 E belebte ihn 1975–76 kurzzeitig für die USA wieder.

    Wichtige Versionen

    • 1965912 Coupé · Vom 356 abgeleiteter 1,6-Liter-Vierzylinder-Boxer
    • 1967912 Targa · Offene Targa-Karosserie
    • 1975912 E · Übergangsmodell nur für die USA mit 2.0-Liter-VW-Motor

914

  • 9141969–1976

    Mittelmotor, luftgekühlter Vierzylinder-Boxer oder Sechszylinder-Boxermotor. Ein Mittelmotor-Targa, entwickelt mit Volkswagen und in Europa als VW-Porsche verkauft. Erschwinglich und agil, ersetzte er den 912.

    Wichtige Versionen

    • 1969914 (1.7) · VW-Vierzylindermotor
    • 1969914/6 · 2.0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor von Porsche
    • 1972914 2.0 · Größerer Vierzylindermotor

924 · 944 · 968 · 928

  • 9241976–1988

    Frontmotor, Transaxle hinten, wassergekühlter Vierzylinder. Porsches wassergekühltes Einstiegsmodell, geboren als VW-Projekt und gebaut von Audi in Neckarsulm. Es wurden mehr als 150.000 Stück gebaut.

    Wichtige Versionen

    • 1976924 · 2,0-Liter-Motor auf Audi-Basis
    • 1978924 Turbo · 170-PS-Turbo mit NACA-Öffnung in der Motorhaube
    • 1980924 Carrera GT · Homologations-Sondermodell mit breiten Radhäusern
    • 1985924 S · 2,5-Liter-Motor aus dem 944
  • 9281977–1995

    Frontmotor, Transaxle hinten, wassergekühlter V8. Ein V8-Grand-Tourer, der den 911 ersetzen sollte. Er wurde 1978 Auto des Jahres in Europa und lief bis 1995.

    Wichtige Versionen

    • 1977928 · 4,5-Liter-V8, bis zu 240 PS
    • 1979928 S · 4,7-Liter-V8 für das Modelljahr 1980
    • 1986928 S4 · 5,0-Liter-V8 mit 32 Ventilen, neue Front und neues Heck
    • 1989928 GT · Sportlichere Version mit Handschaltung
    • 1991928 GTS · 5,4-Liter-Abschlussversion
  • 9441981–1991

    Frontmotor, Transaxle hinten, wassergekühlter Vierzylinder. Eine breitere Evolution des 924 mit Porsche-Motor, die zu einem der am schnellsten verkauften Modelle der Marke wurde; 163.302 Stück wurden gebaut.

    Wichtige Versionen

    • 1981944 · 2,5-Liter-Vierzylinder, 163 PS
    • 1985944 Turbo · 220 PS und eine glattere Front
    • 1986944 S · 16-Ventil-Motor, 190 PS
    • 1988944 S2 · 3,0-Liter-Motor
    • 1989944 S2 Cabriolet · Offene Version
  • 9681991–1995

    Frontmotor, Transaxle hinten, wassergekühlter Vierzylinder. Der letzte Transaxle-Vierzylinder, mit einem 3,0-Liter-VarioCam-Motor mit 240 PS. Nur 11.245 Stück wurden gebaut.

    Wichtige Versionen

    • 1991968 Coupé · 240 PS, Sechsgang-Handschaltung oder Tiptronic
    • 1991968 Cabriolet · Offene Version
    • 1993968 Club Sport · Leichteres, puristisches Fahrerauto
    • 1993968 Turbo S · Seltenes Turbo-Sondermodell

959

  • 9591986–1988

    Heckmotor, Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor, Allradantrieb. Porsches Technologie-Flaggschiff der 1980er Jahre mit elektronisch gesteuertem Allradantrieb. Nur 292 Stück wurden gebaut; es war das schnellste Serienauto seiner Zeit.

    Wichtige Versionen

    • 1983Gruppe B study · Auf der IAA gezeigtes Konzept
    • 1986959 Paris-Dakar · Rallye-Version, die bei der Dakar auf den Plätzen 1-2 ins Ziel kam.
    • 1987959 Komfort · Straßenauto mit Leder, Klimaanlage und Niveauregulierung
    • 1987959 Sport · Leichtere, reduzierte Version

Boxster & Cayman

  • Boxster (986)1996–2004

    Mittelmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor, Roadster. Der Roadster, der Porsche in den 1990er Jahren rettete und sich die vordere Hälfte mit dem 996 911 teilte.

    Wichtige Versionen

    • 1996Boxster 2.5 · 204-PS-Einführungsmodell
    • 2000Boxster 2.7 · Größerer Motor, 220 PS
    • 2000Boxster S · 3,2-Liter-Motor
    • 2004Boxster S 550 Spyder anniversary · Limitierte Auflage zum 50-jährigen Jubiläum des 550
  • Boxster & Cayman (987)2004–2012

    Mittelmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Zweite Boxster-Generation und das erste Cayman-Coupé, das das Mittelmotor-Duo zu einer eigenen Modellreihe machte.

    Wichtige Versionen

    • 2004Boxster / Boxster S · Ovale Scheinwerfer und mehr Leistung
    • 2005Cayman S · Mittelmotor-Coupé, 3,4-Liter
    • 2006Cayman · 2,7-Liter-Basis-Coupé
    • 2009Boxster Spyder · Leichtbau-Roadster mit manuellem Verdeck
    • 2011Cayman R · Leichterer, stärkerer Cayman
  • Boxster & Cayman (981)2012–2016

    Mittelmotor, wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Eine leichtere, längere und schärfere dritte Generation, die letzte mit Sechszylinder-Saugmotoren in der gesamten Modellpalette.

    Wichtige Versionen

    • 2012Boxster / Boxster S · Völlig neue Karosserie, längerer Radstand
    • 2013Cayman / Cayman S · Neue Coupé-Generation
    • 2014Boxster GTS / Cayman GTS · Sportlichere GTS-Versionen
    • 2015Cayman GT4 · 3,8-Liter-Motor aus dem 911 Carrera S
    • 2015Boxster Spyder · Leichtbau-Roadster nur mit Handschaltung
  • 718 Boxster & Cayman (982)2016–2025

    Mittelmotor, Vierzylinder-Boxer mit Turbolader oder Sechszylinder-Boxermotor. Die Baureihe 718 wechselte zu Vierzylinder-Turbomotoren, während die Modelle GTS 4.0, GT4 und Spyder einen frei saugenden Sechszylinder zurückbrachten.

    Wichtige Versionen

    • 2016718 Boxster / Boxster S · Vierzylinder-Boxer mit Turbolader, 300 und 350 PS
    • 2016718 Cayman / Cayman S · Coupé-Version
    • 2019718 Cayman GT4 / 718 Spyder · 4,0-Liter-Sechszylinder-Saugmotor
    • 2020718 GTS 4.0 · Sechszylinder kehrt in den GTS zurück
    • 2021718 Cayman GT4 RS · Vom GT3 abgeleiteter Motor
    • 2023718 Spyder RS · Offenes Auto mit dem vom GT3 abgeleiteten Motor

Carrera GT & 918

  • Carrera GT2003–2006

    Mittelmotor, V10-Saugmotor. Ein Kohlefaser-Supercar mit einem 612 PS starken V10, abgeleitet von einem Le-Mans-Prototypenmotor. 1.270 Stück wurden gebaut, mit Endmontage in Leipzig.

    Wichtige Versionen

    • 2000Carrera GT concept · Auf dem Pariser Autosalon gezeigte Studie
    • 2003Carrera GT · Serienauto, 612 PS, Handschaltung mit Keramikkupplung
    • 2006Final car · Produktion endet im Mai 2006
  • 918 Spyder2013–2015

    Mittelmotor-V8-Plug-in-Hybrid, Allradantrieb. Ein Plug-in-Hybrid-Hypercar, das einen V8 mit zwei Elektromotoren für 887 PS kombiniert. Limitiert auf 918 Fahrzeuge.

    Wichtige Versionen

    • 2010918 Spyder concept · Auf dem Genfer Auto-Salon gezeigt
    • 2013918 Spyder · Serienauto, 6:57 auf der Nordschleife
    • 2013Weissach package · Leichteres Optionspaket

Cayenne

  • Cayenne (9PA)2002–2010

    Frontmotor-SUV, Allradantrieb. Porsches erstes SUV und erster Fünfsitzer, entwickelt zusammen mit dem VW Touareg und gebaut in Leipzig. Es wurde zu einer Säule des Unternehmenswachstums.

    Wichtige Versionen

    • 2002Cayenne S / Turbo · V8-Einführungsmodelle
    • 2006Cayenne Turbo S · Leistungsstärkeres Flaggschiff
    • 2007Cayenne GTS · Sportlich ausgerichteter V8
    • 2009Cayenne Diesel · Erster Cayenne mit einem Diesel-V6
  • Cayenne (92A)2010–2017

    Frontmotor-SUV, Allradantrieb. Leichtere und schlankere zweite Generation, die einen Hybrid und später das erste Plug-in-Hybrid-Premium-SUV hinzufügte.

    Wichtige Versionen

    • 2010Cayenne S / Turbo · Einführung in Genf
    • 2010Cayenne S Hybrid · Parallel-Vollhybrid
    • 2012Cayenne GTS · Sportlicherer V8
    • 2014Cayenne S E-Hybrid · Erstes Plug-in-Hybrid-Premium-SUV
  • Cayenne (9YA / 9YB)2017–heute

    Frontmotor-SUV, Allradantrieb. Der dritte Cayenne brachte Hinterachslenkung, Mischbereifung, eine Coupé-Karosserie und leistungsstarke Plug-in-Hybride.

    Wichtige Versionen

    • 2017Cayenne / Cayenne S · Vorgestellt in Zuffenhausen
    • 2019Cayenne Coupé · Karosserie mit abfallender Dachlinie
    • 2021Cayenne Turbo GT · SUV-Rekordhalter auf der Nordschleife
    • 2023Cayenne (2023 update) · Umfangreiche Modellpflege
    • 2023Cayenne Turbo E-Hybrid · Stärkster Cayenne seiner Zeit
  • Cayenne Electric2025–heute

    Batterieelektrisches SUV, zwei Motoren. Porsches zweites vollelektrisches SUV, vorgestellt im November 2025 und gebaut neben den Verbrenner- und Hybrid-Cayenne.

    Wichtige Versionen

    • 2025Cayenne Electric · Weltpremiere am 19. November 2025
    • 2025Cayenne Turbo Electric · Topmodell
    • 2026Cayenne S Electric · Mittlere Version zwischen dem Cayenne Electric und dem Turbo
    • 2026Cayenne Coupé Electric · Elektrisches Coupé mit abfallender Dachlinie

Panamera

  • Panamera (970)2009–2016

    Viertüriger Gran Turismo mit Frontmotor. Porsches erste viertürige Limousine, vorgestellt in Shanghai und gebaut in Leipzig. Sie leistete später bei Porsche Pionierarbeit für Plug-in-Hybride.

    Wichtige Versionen

    • 2009Panamera S / 4S / Turbo · V8-Einführungsmodelle
    • 2010Panamera / Panamera 4 (V6) · V6-Einstiegsmodelle
    • 2011Panamera S Hybrid · Erster Hybrid-Panamera
    • 2011Panamera GTS · Sportlicherer V8
    • 2013Panamera S E-Hybrid · Plug-in-Hybrid
  • Panamera (971)2016–2023

    Viertüriger Gran Turismo mit Frontmotor. Zweite Generation auf der MSB-Plattform des Konzerns mit schlankerer Dachlinie, vorgestellt in Berlin; sie ergänzte den Kombi Sport Turismo.

    Wichtige Versionen

    • 2016Panamera 4S / Turbo · Vorgestellt in Berlin
    • 2016Panamera 4 E-Hybrid · Plug-in-Hybrid ab dem Einführungsjahr
    • 2017Panamera Turbo S E-Hybrid · Plug-in-Hybrid-Flaggschiff
    • 2017Panamera Sport Turismo · Kombi-Karosserie
  • Panamera (976)2023–heute

    Viertüriger Gran Turismo mit Frontmotor. Panamera der dritten Generation mit stärkerem Fokus auf Plug-in-Hybride und aktives Fahrwerk.

    Wichtige Versionen

    • 2023Panamera / Panamera 4 · Einführungsmodelle
    • 2023Panamera Turbo E-Hybrid · Plug-in-Hybrid-Flaggschiff zur Markteinführung
    • 2024Panamera Turbo S E-Hybrid · Stärkste Version

Macan

  • Macan (95B)2014–2026

    Frontmotor-SUV, Allradantrieb. Porsches kompaktes SUV, gebaut in Leipzig und ab 2015 das meistverkaufte Modell.

    Wichtige Versionen

    • 2014Macan S / Turbo · Einführungsmodelle, 2013 in Los Angeles präsentiert
    • 2015Macan GTS · Sportlichere Version
    • 2016Macan (2.0) · Vierzylinder-Einstiegsmodell
    • 2022Macan T · Fahrerorientierter Vierzylinder
  • Macan Electric2024–heute

    Batterieelektrisches SUV auf der PPE-Plattform. Der zweite Macan ist vollelektrisch, der erste Porsche auf der mit Audi entwickelten PPE-Plattform, mit 800-Volt-Technologie.

    Wichtige Versionen

    • 2024Macan 4 / Macan Turbo · Einführungsmodelle, vorgestellt in Singapur
    • 2024Macan (RWD) · Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb
    • 2024Macan 4S · Allradmodell der Mittelklasse

Taycan

  • Taycan2019–heute

    Batterieelektrischer Viertürer, 800 Volt. Porsches erstes Serien-Elektroauto, entstanden aus dem Konzeptfahrzeug Mission E von 2015 und gebaut in Zuffenhausen.

    Wichtige Versionen

    • 2019Taycan Turbo / Turbo S · Einführungsmodelle
    • 2019Taycan 4S · Mittelklassemodell
    • 2021Taycan (RWD) · Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb
    • 2021Taycan Cross Turismo · Höhergelegter All-Terrain-Kombi
    • 2021Taycan Sport Turismo · Kombi ohne Offroad-Paket
    • 2024Taycan (2024 update) · Mehr Leistung, Reichweite und schnelleres Laden
    • 2024Taycan Turbo GT · Rennstreckenorientiertes Topmodell

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Das heutige Daily hat zehn Fragen zu diesen Autos. Für alle gleich, zwei Minuten.