Auf dieser Seite
- Wichtige Fakten über Porsche
- Der Sohn des Klempners aus Böhmen
- Ein Konstruktionsbüro in der Depression und der Partner, den es verlor
- Krieg, Zwangsarbeit und der Rückzug nach Gmünd
- Ein eigenes Auto: Gmünd, der 356 und Amerika
- Der 911, der 917 und eine Familie, die sich kein Unternehmen teilen konnte
- Der Versuch, den 911 zu ersetzen, und der Beinahe-Untergang
- Lean Production, der Boxster und der dritte Porsche
- Die gescheiterte Übernahme von Volkswagen
- Zurück an der Börse und der Elektro-Plan auf dem Rückzug
- Wer waren die wichtigsten Personen bei Porsche?
- Wem gehörte Porsche?
- Fragen zur Geschichte von Porsche
- Was ist an der Geschichte von Porsche umstritten?
- Quellen
- Die Porsche-Chronik
- Alle Modelle
Wichtige Fakten über Porsche
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Gründung | 25. April 1931, als Konstruktionsbüro in Stuttgart; erstes Auto unter dem Namen Porsche im Jahr 1948 [6][70] |
| Gründer | Ferdinand Porsche, Anton Piëch und Adolf Rosenberger [10][11] |
| Firmenname und Sitz | Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland [1][22] |
| Aktueller Eigentümer | Die Volkswagen AG hält über die Porsche Holding Stuttgart GmbH 75 Prozent minus eine Aktie der Stammaktien und die meisten Vorzugsaktien. Die Porsche SE hält 25 Prozent plus eine Aktie der Stammaktien. Die übrigen Vorzugsaktien werden in Frankfurt gehandelt. [2][3][59] |
| Wer die Porsche SE kontrolliert | Mitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle ihre Stammaktien. Die Porsche SE wiederum hält 53,3 Prozent der Stammaktien von Volkswagen. [3][4] |
| Erstes Auto | 356 „Nr. 1“ Roadster, gebaut in Gmünd, Österreich; Straßenzulassung vom 8. Juni 1948 [70][20] |
| Erfolge in Le Mans | 19 Gesamtsiege, die meisten aller Teams laut Guinness World Records, von 1970 bis 2017, plus 112 Klassensiege bis 2025 [32][31] |
| Was das Wappen bedeutet | Das Pferd stammt aus dem Stadtsiegel von Stuttgart; die Geweihstangen sowie das Rot und Schwarz stammen aus dem Wappen von Württemberg-Hohenzollern. Es erschien erstmals Ende 1952 auf einem Hupenknopf. [24] |
| Bekanntestes Modell | Der 911, 1963 als 901 präsentiert. Der einmillionste verließ Zuffenhausen am 11. Mai 2017. [27][66] |
| Vorstandsvorsitzender | Michael Leiters, seit dem 1. Januar 2026; Oliver Blume hatte das Amt ab Oktober 2015 inne [62][65] |
| Auslieferungen im Jahr 2025 | 279.449 Fahrzeuge, 10,1 Prozent weniger als 2024 [57] |
1875–1930
Der Sohn des Klempners aus Böhmen
Ferdinand Porsche wurde am 3. September 1875 in Maffersdorf, Böhmen, dem heutigen Vratislavice nad Nisou in der Tschechischen Republik, als drittes von fünf Kindern des Klempners Anton Porsche geboren. Als sein älterer Bruder 1888 bei einem Werkstattunfall starb, wurde Ferdinand zum vorgesehenen Erben. Stattdessen besuchte er Abendkurse in Elektrotechnik und ging 1893 im Alter von 18 Jahren nach Wien.
Wien lieferte ihm die Idee, die ihn berühmt machte: einen Elektromotor in der Radnabe. Er entwickelte ihn bei der Elektrofirma Béla Egger & Co. und wechselte 1899 zum Karosseriebauer Lohner.
Das Elektroauto Lohner-Porsche feierte seine Premiere auf der Weltausstellung in Paris am 14. April 1900. Zwei Radnabenmotoren mit jeweils 2,5 PS sorgten für 32 km/h und eine Reichweite von etwa 50 km.

Als Nächstes kam Benzin. Der Semper Vivus nutzte zwei Benzinmotoren, um Strom für die Radnabenmotoren zu erzeugen. Sowohl Porsche als auch Guinness World Records bezeichnen ihn als den ersten Hybrid, obwohl sie ihn unterschiedlich datieren.
Es folgten zwei Jahrzehnte bei großen Arbeitgebern, und sie endeten schlecht. Porsche war von 1906 bis 1923 Technischer Direktor bei Austro-Daimler, danach bei Daimler in Stuttgart. Nachdem Daimler mit Benz fusioniert hatte, wurde sein Vertrag 1928 nicht verlängert. Bis 1930, nach einer Zeit bei Steyr, war er zurück in Stuttgart.
1931–1938
Ein Konstruktionsbüro in der Depression und der Partner, den es verlor
Porsche begann als Konstruktionsbüro, nicht als Automobilhersteller. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH wurde am 25. April 1931 in der Kronenstraße 24 in Stuttgart, während der Weltwirtschaftskrise, eingetragen. Sie verkaufte Ingenieurdienstleistungen an andere Unternehmen, und bis 1948 trug kein Auto ihren Namen.
Es gab drei Gründer. Ferdinand Porsche, 55 Jahre alt, lieferte die Technik. Sein Schwiegersohn Anton Piëch hielt 10 Prozent. Adolf Rosenberger, ein Rennfahrer aus Pforzheim, hielt ebenfalls 10 Prozent und leitete die Finanzen und Kundenkontakte.
Rennsport und Politik brachten die Aufträge. Nach einem ersten Auftrag von Wanderer bestellte die Auto Union Anfang 1933 einen 16-Zylinder-Grand-Prix-Wagen. Am 17. Januar 1934 schickte Ferdinand Porsche dem Reichsverkehrsministerium ein Memorandum über einen Volkswagen, und im Juni desselben Jahres erteilte der Reichsverband der Automobilindustrie seinem Büro den Prototypenvertrag. 1936 beschloss das Regime den Bau einer Fabrik, und Porsche wurde mit der Planung beauftragt.
Die Arbeit finanzierte einen eigenen Standort. 1937 wurde das Unternehmen zu einer Kommanditgesellschaft, und am 26. Juni 1938 bezog es ein neues Gebäude in Zuffenhausen, das zum Werk 1 wurde.
In denselben Jahren wurde ein Gründer verdrängt. Rosenberger, der Jude war, verließ Anfang 1933 die Geschäftsführung und ging nach Paris, wobei er seine Anteile behielt. Ende Juli 1935 musste er seine Anteile zum Nennwert abgeben, und in jenem Jahr wurde er kurzzeitig im Konzentrationslager Kislau festgehalten.
Er emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten und starb 1967 in Los Angeles. Ein Rückerstattungsverfahren im Jahr 1950 endete mit einem Ergebnis, das Porsches eigene Zusammenfassung als dürftig bezeichnet, angegeben mit 50.000 DM und der Wahl eines Autos. Der Historiker Joachim Scholtyseck nennt seine Entfernung in einer gemeinsam von Rosenbergers Nachkommen und Porsche in Auftrag gegebenen Biografie einen mehrstufigen Prozess.
1939–1947
Krieg, Zwangsarbeit und der Rückzug nach Gmünd
Porsche wuchs durch seine Nähe zum NS-Regime. Das Deutsche Patent- und Markenamt verzeichnet, dass Ferdinand Porsche die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, der NSDAP beitrat, den SS-Rang eines Oberführers innehatte und Aufträge für einen Volkstraktor und Militärfahrzeuge erhielt.
Zwangsarbeit ist Teil dieser Geschichte. Etwa 20.000 Menschen leisteten während des Krieges Zwangsarbeit im Volkswagen-Werk, rund 5.000 von ihnen waren KZ-Häftlinge, so die Gedenkstätten-Seiten von Volkswagen. Das Patentamt hält fest, dass Porsche dort Zwangsarbeiter einsetzte und deren Bedingungen kannte.
Auch Porsches eigenes Unternehmen setzte Zwangsarbeiter ein. Es hatte lange Zeit etwa 50 Personen anerkannt. Eine Studie des Historikers Wolfram Pyta, die von Porsche in Auftrag gegeben und 2017 veröffentlicht wurde, fand mehr als 400, und im September jenes Jahres wurde am Eingang zu Werk 1 eine Bronzeplakette für sie angebracht.

Das Urteil über Ferdinand Porsche ist nach wie vor umstritten. Pyta beschreibt einen Unternehmer, der politischen Zugang eher aus wirtschaftlichen Gründen als aus Überzeugung nutzte. Die Stadt Linz kam zu dem Schluss, dass er eine zentrale Rolle in der Kriegswirtschaft spielte und Zwangsarbeit förderte, und hat ihren Porscheweg in Wittgensteinweg umbenannt, ein Schritt, dem Porsche widersprach.
Bombenangriffe verlagerten das Unternehmen aus Deutschland. 1944 zog das Konstruktionsbüro nach Gmünd in Kärnten, Österreich, wo etwa 300 Mitarbeiter in einem ehemaligen Sägewerk arbeiteten. Nach dem Krieg bauten sie Seilwinden und Traktoren und reparierten Militärfahrzeuge. Im Dezember 1945 internierten die Franzosen Ferdinand Porsche. Er wurde im Juli 1947 gegen Kaution freigelassen und im Mai 1948 freigesprochen.
Seine Kinder hielten das Geschäft am Leben. Am 1. April 1947 gründeten Louise Piëch und Ferry Porsche in Gmünd die Porsche Konstruktionen GesmbH. Ihr wichtigster Auftrag war der Cisitalia Typ 360, ein Grand-Prix-Wagen, der 1947 fertiggestellt wurde und nie ein Rennen fuhr. Das Honorar war wichtiger als das Auto.
1948–1963
Ein eigenes Auto: Gmünd, der 356 und Amerika
Das erste Auto, das den Namen Porsche trug, erhielt am 8. Juni 1948 seine Straßenzulassung. Der in Gmünd gebaute 356 „Nr. 1“ Roadster hatte einen modifizierten Vierzylinder-Boxer von Volkswagen mit 1.131 cm³ und 35 PS vor der Hinterachse sowie eine Aluminiumkarosserie. Porsche betrachtet dieses Datum als die Geburtsstunde der Marke. Ferry Porsche sagte später, er konnte das Auto, von dem er träumte, nicht finden, also baute er es.
Bei den Serienfahrzeugen wurde der Motor hinter die Achse verlegt. Bis 1950 wurden in Österreich etwa 52 Stück in Handarbeit gebaut, und Ferry rechnete damit, insgesamt etwa 500 Sportwagen zu verkaufen.
Ein Vertrag mit Volkswagen machte das Geschäft rentabel. 1948 unterzeichnete die Familie in Bad Reichenhall mit Heinrich Nordhoff von Volkswagen: eine Lizenzgebühr für jeden Käfer, die Freigabe für den 356 und das Recht, Volkswagen nach Österreich zu importieren. Anton Piëch leitete dieses Salzburger Geschäft bis zu seinem Tod 1952, danach übernahm Louise Piëch.

Die Rückkehr nach Stuttgart war schwierig. Werk 1 war vom US-Militär besetzt, also mietete Porsche sich beim Nachbarn Reutter ein, der die Stahlkarosserien baute. Der erste Zuffenhausener 356 wurde am 6. April 1950 fertiggestellt, und Werk 1 kam erst Ende 1955 zurück. Ferdinand Porsche starb am 30. Januar 1951 im Alter von 75 Jahren.
Amerika wurde innerhalb von fünf Jahren zum wichtigsten Markt. Als Ferry im Herbst 1950 in Paris den New Yorker Importeur Max Hoffman traf, hoffte er auf etwa fünf amerikanische Verkäufe pro Jahr; nach Porsches Darstellung verlangte Hoffman fünf pro Woche. Bis 1955 machten 1.514 Auslieferungen mehr als die Hälfte des Absatzes aus.
Größe und Wettbewerb kamen zusammen. Ein 356 SL gewann bei Porsches Le-Mans-Debüt 1951 seine Klasse. Ferry vollzog am 16. Oktober 1961 den ersten Spatenstich in Weissach. Dan Gurney gewann 1962 den Grand Prix von Frankreich in einem 804, und das Team verließ daraufhin die Formel 1. Am 1. Dezember 1963 kaufte Porsche das Karosseriewerk von Reutter mit etwa 1.000 Mitarbeitern. Der 356 endete 1965 nach etwa 78.000 Autos.
1963–1972
Der 911, der 917 und eine Familie, die sich kein Unternehmen teilen konnte
Der 911 stammte vom Enkel des Gründers. Ferdinand Alexander Porsche, bekannt als Butzi, erhielt 1958 die Aufgabe, den Nachfolger des 356 zu entwerfen, und arbeitete dabei mit dem Karosserieingenieur Erwin Komenda zusammen. Er erschien 1963 in Frankfurt als 901.
Der Name hielt nur, bis Peugeot Einspruch erhob und die Rechte an dreistelligen Autonamen mit einer Null in der Mitte beanspruchte. Mit bereits gedruckten Plakaten und gestanzten Schriftzügen verdoppelte F.A. Porsche die 1, und der 911 ging 1964 in Serienproduktion.
Der andere Enkel des Gründers trieb Porsche zu Gesamtsiegen. Ferdinand Piëch stieg am 1. April 1963 in die Motorenerprobung ein und leitete ab 1968 die Entwicklung. Der erste 917, basierend auf Hans Mezgers Skizzen, wurde am 10. März 1969 fertiggestellt, und die vom Reglement geforderten 25 Autos standen am 21. April bereit.

Le Mans dauerte ein weiteres Jahr. 1969 kam Hans Herrmann vier Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Am 14. Juni 1970 bescherten Herrmann und Richard Attwood Porsche 19 Jahre nach dem Debüt den ersten Gesamtsieg in einem 917 in den Farben von Porsche Salzburg.
Der Erfolg löste das Problem der Familie nicht. Ein Nachruf auf F.A. Porsche aus dem Jahr 2012 beschreibt eine Fehde mit seinem Cousin Piëch, die Ferry dazu veranlasste, beide zu entfernen. Das Unternehmen wurde ab dem 1. August 1972 zu einer Aktiengesellschaft, der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, mit 50 Millionen DM Kapital, und die Familien vereinbarten, dass keines ihrer Mitglieder einen Managementposten innehaben würde. Ferry saß dem Aufsichtsrat vor und Ernst Fuhrmann leitete den Vorstand. Piëch ging zu Audi.
1972–1992
Der Versuch, den 911 zu ersetzen, und der Beinahe-Untergang
Porsche verbrachte die 1970er Jahre damit, sich auf eine Zukunft ohne den 911 vorzubereiten. Ernst Fuhrmann plante, ihn auslaufen zu lassen. Der 924, ein Gemeinschaftsprojekt, das Volkswagen 1975 aufgab und an Porsche übergab, verkaufte sich mehr als 150.000 Mal. Der 928, der 1977 in Genf als moderner Nachfolger des 911 gezeigt wurde, erreichte etwa 61.000 Stück.
Der Plan scheiterte am Geld. 1980 machte Porsche den ersten Verlust seiner Geschichte, und Fuhrmann wurde abgelöst. Peter Schutz begann im Januar 1981 und machte in seiner dritten Woche die Entscheidung rückgängig, den 911 einzustellen.
Die frühen 1980er Jahre waren ein Boom. Die Verkäufe stiegen von etwa 28.000 in den Jahren 1980-81 auf einen Höchststand von 53.000 im Jahr 1986. 1984 brachte Porsche Vorzugsaktien an die Börse, während die Familien die Stammaktien behielten. Der 956 und der 962 C gewannen von 1982 bis 1987 jedes Jahr in Le Mans, und ein Motor, der für McLaren unter dem Namen TAG gebaut wurde, gewann 25 Grands Prix.

Dann brach der amerikanische Markt weg. Nach dem Börsencrash von 1987 und einem schwachen Dollar wurde Schutz am 1. Januar 1988 durch den Finanzdirektor Heinz Branitzki ersetzt. 1991/92 lieferte Porsche nur noch 23.060 Autos aus, und 1993 erreichten die Verkäufe mit etwa 14.000 ihren Tiefpunkt. Anfang der 1990er Jahre steuerte das Unternehmen auf einen Verlust von 150 Millionen $ zu.
Auftragsarbeiten halfen, Zuffenhausen auszulasten. Daimler-Benz beauftragte Porsche 1988 mit der Entwicklung des Mercedes-Benz 500 E, und Porsche baute bis April 1995 10.479 Stück.
Eine Rückkehr in die Formel 1 machte die Dinge schlimmer. Hans Mezgers 3512 V12 für Footwork lag weit über seinem Gewichtsziel von 150 kg und überschritt auf dem Prüfstand Berichten zufolge nie 510 PS. Footwork kehrte 1991 zu Cosworth-Motoren zurück, und Porsche räumte ein, die Ziele verfehlt zu haben, wodurch das Team sein Geld zurückerhielt. Eine IESE-Fallstudie hält fest, dass Beobachter erwarteten, Porsche würde verschwinden oder von Volkswagen oder Daimler-Benz geschluckt werden.
Quellen: [39][10][40][37][38][46][34][33][44][42][41][36][43]
1992–2005
Lean Production, der Boxster und der dritte Porsche
Die Erholung wurde von Wendelin Wiedeking geleitet. Er kehrte 1991 zurück, um die Produktion zu leiten, wurde am 1. Oktober 1992 Sprecher des Vorstands und 1993 dessen Vorsitzender.
Die ersten Änderungen fanden in der Fabrik statt. Wiedeking reduzierte die Zahl der Manager um 35 Prozent und holte japanische Berater unter der Leitung von Chihiro Nakao. Im Herbst 1992, wie IndustryWeek später berichtete, ließ Nakao ihn die Lagerregale entlang der Linie mit einer Kreissäge halbieren. Die benötigten Stunden für den Bau eines 911 sanken von 120 auf 60.
Die Modellpalette schrumpfte. Der 928 und der 968 endeten 1995. Porsches eigene Darstellung schreibt dem 1996 eingeführten Boxster mit Mittelmotor den Beginn der Erholung zu.

Die Luftkühlung endete beim 911 wegen der Emissionen. Neue Abgasvorschriften erforderten Vierventilköpfe, die laut Porsche nur mit Wasser zuverlässig gekühlt werden konnten. Der 996 von 1997 war der erste wassergekühlte Serien-911, der parallel zum Boxster auf einer neuen Plattform entwickelt wurde, mit der er sich Teile teilte. Porsche baute 175.262 Stück.
Eine dritte Baureihe entsprang der gleichen Logik. Auf Anraten seiner US-Vertriebsorganisation entschied sich Porsche für einen Geländewagen statt eines Vans und kündigte das Projekt im Juni 1998 mit Volkswagen an. Ferry Porsche, der 1989 vorhergesagt hatte, dass die Leute einen kaufen würden, wenn das Wappen auf der Front prangt, starb am 27. März 1998 im Alter von 88 Jahren.
Der Cayenne wurde zum finanziellen Fundament des Unternehmens. Gebaut in einem neuen, im August 2002 eröffneten Werk in Leipzig, sollte er sich etwa 25.000 Mal pro Jahr verkaufen; die erste Generation verkaufte sich in acht Modelljahren 276.652 Mal.
2005–2012
Die gescheiterte Übernahme von Volkswagen
Porsche, ein weitaus kleineres Unternehmen, versuchte, Volkswagen zu übernehmen. Im September 2005 kündigte es Pläne für etwa 20 Prozent an. Bis März 2007 hielt es knapp 31 Prozent, und im Juni 2007 wurden die Beteiligung und die Porsche AG unter einer neuen Muttergesellschaft, der Porsche Automobil Holding SE, zusammengefasst.
Ein Sonntag im Jahr 2008 machte das Übernahmeangebot zu einem Marktereignis. Am 26. Oktober meldete die Porsche SE 42,6 Prozent plus Optionen auf weitere 31,5 Prozent und gab an, 75 Prozent anzustreben. Die Stammaktien von Volkswagen stiegen von etwa 211 Euro auf mehr als 1.005 Euro zwei Handelstage später, was das Unternehmen kurzzeitig zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt machte. Akademische Autoren schätzen, dass Leerverkäufer mehr als 20 Milliarden Euro verloren.
2009 ging das Geld aus. Porsche erreichte im Januar 50,76 Prozent der Volkswagen-Stammaktien, gab aber am 6. Mai seinen Übernahmeplan zugunsten einer Fusion auf, wobei die Schulden auf etwa 9 Milliarden Euro beziffert wurden.
Das Angebot kostete seine Architekten ihre Jobs. Am 23. Juli 2009 verließen Wiedeking und Finanzchef Holger Härter das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Wiedeking hatte sich der von Ferdinand Piëch vorangetriebenen Fusion widersetzt, der den Aufsichtsrat von Volkswagen leitete und dessen Familie Porsche kontrollierte.

Stattdessen kaufte Volkswagen schließlich Porsche. Nachdem das Unternehmen bereits 49,9 Prozent hielt, übernahm es die restlichen 50,1 Prozent am 1. August 2012 für 4,46 Milliarden Euro in bar plus eine Volkswagen-Stammaktie, zwei Jahre früher als geplant.
Die Familien blieben dennoch an der Spitze des Konzerns. Die Porsche SE bleibt mit 53,3 Prozent der Stammaktien der größte Aktionär von Volkswagen, und Mitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle Stammaktien der Porsche SE.
Das Strafverfahren endete mit einem Freispruch. Am 18. März 2016 sprach das Landgericht Stuttgart Wiedeking und Härter vom Vorwurf der Marktmanipulation frei und lehnte eine Geldstrafe gegen die Porsche SE ab.
2015–2026
Zurück an der Börse und der Elektro-Plan auf dem Rückzug
Die Blume-Jahre begannen mit starken Ergebnissen und einem Skandal. Oliver Blume wurde im Oktober 2015 Vorstandsvorsitzender. Der 919 Hybrid gewann 2015, 2016 und 2017 in Le Mans und holte damit Porsches 19. Gesamtsieg. Am 7. Mai 2019 verhängte die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Porsche ein Bußgeld in Höhe von 535 Millionen Euro wegen Aufsichtspflichtverletzungen in der Diesel-Abgasaffäre.
Die Elektro-Wette nahm mit dem Taycan Gestalt an, der 2019 als erstes vollelektrisches Modell von Porsche vorgestellt wurde. Batterieelektrische Autos erreichten 2025 einen Anteil von 22,2 Prozent der Auslieferungen.
Volkswagen brachte einen Teil von Porsche zurück an den Markt. Am 29. September 2022 wurden Vorzugsaktien, die 12,5 Prozent des Kapitals entsprachen, zu 82,50 Euro in Frankfurt gehandelt, was das Unternehmen mit rund 78 Milliarden Euro bewertete. Die Porsche SE zahlte rund 10,1 Milliarden Euro für 25 Prozent plus eine der Stammaktien.
Die Jahre nach dem Börsengang verliefen schlecht. Porsche verschob am 19. September 2025 seine nächste Elektro-Plattform und kündigte an, dass ein neues SUV oberhalb des Cayenne nur mit Verbrennungs- und Plug-in-Hybridmotoren auf den Markt kommen würde, und verwies dabei auf US-Zölle, China und eine langsamere Nachfrage nach Elektroautos. Drei Tage später verließ das Unternehmen den DAX.

Die Zahlen für 2025 zeigten die Kosten. Die Auslieferungen sanken um 10,1 Prozent auf 279.449, und der operative Gewinn fiel von 5,64 Milliarden Euro auf 413 Millionen nach rund 3,9 Milliarden Euro an außerordentlichen Aufwendungen.
Auch im Rennsport und bei Nebeninvestitionen wurde gekürzt. Porsche kündigte im Oktober 2025 an, die Langstrecken-Weltmeisterschaft zu verlassen und damit ab 2026 nicht mehr um Gesamtsiege in Le Mans zu kämpfen, während man in der amerikanischen IMSA-Serie verbleibe. Im April 2026 verkaufte das Unternehmen seine Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group.
Michael Leiters, ehemaliger Porsche-Ingenieur und Chef von McLaren Automotive, übernahm am 1. Januar 2026 die Leitung. Am 28. Juli einigten sich Porsche und die IG Metall darauf, bis 2035 weitere 5.000 Stellen abzubauen, um im Gegenzug Zuffenhausen und Weissach bis dahin abzusichern; mit früheren Kürzungen beziffern Berichte die Gesamtzahl auf rund 9.000 oder 20 Prozent der Belegschaft.
Die ersten Ergebnisse sind besser. Der operative Gewinn für die ersten neun Monate des Jahres 2026 betrug 1,74 Milliarden Euro, gegenüber 40 Millionen ein Jahr zuvor, und die Verkäufe des 911 stiegen um 12 Prozent, das einzige Modell, das wuchs. Leiters' erklärter Plan ist ein kleineres Unternehmen, das auf exklusiveren, margenstärkeren Autos aufbaut.
Quellen: [65][32][53][1][57][54][5][56][55][63][61][62][60][59][58]
Wer waren die wichtigsten Personen bei Porsche?
Ferdinand Porsche 1875–1951
Ingenieur und Gründer
Baute 1900 den Lohner-Porsche, gründete 1931 das Konstruktionsbüro und entwarf den Volkswagen. Seine Arbeit für das NS-Regime, sein SS-Rang und der Einsatz von Zwangsarbeitern sind Teil seiner Geschichte. [8][9][18]
Adolf Rosenberger 1900–1967
Mitbegründer, Rennfahrer und kaufmännischer Leiter
Brachte Kapital und Kontakte in das Unternehmen von 1931 ein und leitete dessen Finanzen. Als Jude wurde er 1935 herausgedrängt, kurzzeitig in Kislau inhaftiert und emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten. [11][12][13]
Louise Piëch active from 1947
Mitbegründerin des österreichischen Unternehmens und Leiterin des Salzburger Geschäfts
Während ihr Vater inhaftiert war, gründete sie 1947 zusammen mit Ferry die Porsche Konstruktionen. Nach dem Tod ihres Mannes Anton im Jahr 1952 übernahm sie die Leitung in Salzburg und baute das Volkswagen-Importgeschäft auf. [21]
Ferry Porsche 1909–1998
Schöpfer des 356 und Aufsichtsratsvorsitzender
Sohn des Gründers Ferdinand. Er konzipierte das erste Auto mit dem Namen Porsche, hielt das Unternehmen während der Internierung seines Vaters am Laufen und leitete die Umwandlung von 1972, die die Familie aus der Geschäftsführung nahm. [69][65][70][1]
Ferdinand Alexander "Butzi" Porsche 1935–2012
Designer des 911
Ferrys ältester Sohn. Er formte den 911, machte aus dem Namen 901 den 911, ging 1972, um Objekte der Marke Porsche zu entwerfen, und kehrte von 1990 bis 1993 als Vorsitzender zurück. [28][27][65]
Ferdinand Piëch at Porsche 1963–1972; died 2019
Entwicklungschef bei Porsche, später Volkswagen-Vorsitzender
Der Enkel des Gründers leitete die Arbeit am 917, der den ersten Sieg in Le Mans brachte. Durch die Regelung von 1972 herausgedrängt, kehrte er als Volkswagen-Vorsitzender zurück, um 2009 gegen Wiedeking anzutreten. [30][49]
Hans Mezger active 1960s–1990s
Motorenkonstrukteur
Skizzierte den 917 und entwarf den 3512 V12, der 1991 in der Formel 1 scheiterte. Die Bandbreite seiner Arbeit zeigt beide Seiten von Porsches Rennsport-Ingenieurskunst. [35][36]
Peter Schutz CEO 1981–1987; died 2017
Vorstandsvorsitzender
Machte in seiner dritten Woche die Entscheidung rückgängig, den 911 einzustellen, verdoppelte die Verkaufszahlen fast und ging inmitten des amerikanischen Abschwungs der späten 1980er Jahre. [37][38]
Wendelin Wiedeking CEO 1992–2009
Vorstandsvorsitzender
Baute die Produktion mit japanischen Beratern um und beaufsichtigte den Boxster, 996 und Cayenne, bevor er das gescheiterte Übernahmeangebot für Volkswagen leitete. 2016 vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen. [42][65][49][52]
Michael Leiters CEO since 2026
Vorstandsvorsitzender
Nach 13 Jahren bei Porsche und Stationen als Technikchef von Ferrari und CEO von McLaren Automotive übernahm er, kurz nachdem der operative Gewinn 2025 um 92,7 Prozent gefallen war, und richtet das Unternehmen auf margenstärkere Autos aus. [62][59][57]
Wem gehörte Porsche?
| Jahre | Eigentümer | Was geschah |
|---|---|---|
| 1931–1937 | Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH: Ferdinand Porsche, Anton Piëch and Adolf Rosenberger | Rosenberger und Piëch hielten jeweils 10 Prozent. Rosenberger musste seinen Anteil 1935 zum Nennwert abgeben. [10][11][13] |
| 1937–1972 | Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG: the Porsche and Piëch families | Eine Kommanditgesellschaft. In Österreich gründeten Louise Piëch und Ferry Porsche 1947 zudem die Porsche Konstruktionen GesmbH, aus der das Salzburger Geschäft hervorging. [10][9][21] |
| 1972–1984 | Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: the Porsche and Piëch families | Am 1. August 1972 mit 50 Millionen DM Kapital in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Familien verließen die Geschäftsführung und agierten über den Aufsichtsrat. [1][10] |
| 1984–2007 | The Porsche and Piëch families (ordinary shares); public investors (preference shares) | Porsche ging 1984 an die Börse: 875.000 Vorzugsaktien wurden notiert, wobei die Familien 875.000 Aktien hielten. [46] |
| 2007–2009 | Porsche Automobil Holding SE | Eine neue Muttergesellschaft, gegründet im Juni 2007, hielt die Porsche AG und die wachsende Volkswagen-Beteiligung. [47] |
| 2009–2012 | Porsche SE (50.1 per cent) and Volkswagen AG (49.9 per cent) | Vereinbart nach dem gescheiterten Übernahmeangebot. Qatar Holding stimmte zudem zu, einen Stimmrechtsanteil von 10 Prozent an Porsche zu übernehmen. [51][50][10] |
| 2012–2022 | Volkswagen AG (100 per cent) | Ab dem 1. August 2012 über eine Zwischenholding für 4,46 Milliarden Euro in bar plus eine Volkswagen-Stammaktie. [51][10] |
| 2022–present | Volkswagen AG (majority); Porsche SE (25 per cent plus one ordinary share); public investors | Vorzugsaktien am 29. September 2022 notiert. Die Investorenseite der Porsche AG gibt Volkswagen und die Porsche SE als Inhaber der Stammaktien an (Stand 31. Dezember 2025), und die Presse bezeichnet Porsche auch 2026 noch als mehrheitlich im Besitz von Volkswagen. Mitglieder der Familien Porsche und Piëch halten alle Stammaktien der Porsche SE. [2][3][4][5][54][59] |
Fragen zur Geschichte von Porsche
Wem gehört Porsche heute?
Die Volkswagen AG ist Mehrheitseigentümer der Porsche AG und hält rund 75 Prozent der stimmberechtigten Aktien sowie die meisten der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien. Die Porsche SE, deren stimmberechtigte Aktien den Familien Porsche und Piëch gehören, hält 25 Prozent plus eine der stimmberechtigten Aktien. Die übrigen Vorzugsaktien werden in Frankfurt unter dem Symbol P911 gehandelt. [2][3][4][54]
Wer hat Porsche gegründet und wann?
Ferdinand Porsche, sein Schwiegersohn Anton Piëch und der Rennfahrer Adolf Rosenberger gründeten am 25. April 1931 die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, ein Konstruktionsbüro in Stuttgart. Es verkaufte Ingenieurdienstleistungen an andere Unternehmen. Das erste Auto mit dem Namen Porsche, der 356 „Nr. 1“ Roadster, folgte im Juni 1948 in Gmünd, Österreich, unter Ferry Porsche. [6][11][70]
Gehört Porsche zu Volkswagen?
Ja. Die Porsche AG gehört seit dem 1. August 2012 zum Volkswagen-Konzern, und Volkswagen hält auch nach dem Börsengang 2022 die Mehrheit. Die Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit: Die Porsche SE, die von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird, hält 53,3 Prozent der Stammaktien von Volkswagen, sodass die Familien die größte Aktionärsgruppe hinter Volkswagen bleiben. [10][2][3][4]
Was war der erste Porsche?
Das erste Auto, das den Namen Porsche trug, war der 356 „Nr. 1“ Roadster, gebaut in Gmünd, Österreich, mit einer Straßenzulassung vom 8. Juni 1948. Er hatte einen modifizierten Vierzylinder-Boxer von Volkswagen mit 1.131 cc und 35 PS vor der Hinterachse und eine Aluminiumkarosserie. Er blieb ein Einzelstück, und die Serien-356er setzten den Motor hinter die Achse. [70][20]
Warum wird der Porsche 911 als 911 und nicht als 901 bezeichnet?
Porsche präsentierte das Auto 1963 als 901. Peugeot legte Widerspruch ein und beanspruchte in Frankreich die Rechte an dreistelligen Autonamen mit einer Null in der Mitte. Marketingmaterial und Schriftzüge waren bereits vorbereitet, also verdoppelte der Designer Ferdinand Alexander Porsche einfach die 1. Der umbenannte 911 ging 1964 in Serie und hat die Nummer seitdem behalten. [27][1]
Was bedeutet das Porsche-Wappen?
Das Porsche-Wappen verbindet zwei Embleme der Heimat des Unternehmens. Das Pferd stammt aus dem Stadtsiegel von Stuttgart, dessen Name darüber steht, und die Geweihstangen sowie die roten und schwarzen Streifen stammen aus dem Wappen von Württemberg-Hohenzollern. Franz Xaver Reimspieß zeichnete es Anfang 1952, nachdem der amerikanische Importeur Max Hoffman nach einem Qualitätssiegel gefragt hatte. [24][25]
Wie oft hat Porsche die 24 Stunden von Le Mans gewonnen?
Porsche hat die 24 Stunden von Le Mans 19 Mal in der Gesamtwertung gewonnen, so oft wie kein anderes Team laut Guinness World Records. Der erste Sieg gelang am 14. Juni 1970 mit einem 917, der jüngste am 18. Juni 2017 mit einem 919 Hybrid. Porsche verzeichnet zudem 112 Klassensiege bis 2025. Der Werksprototyp verließ das Rennen nach 2025. [32][31][1][63][64]
Hat Ferdinand Porsche mit den Nazis zusammengearbeitet?
Ja. Ferdinand Porsche entwarf den Volkswagen für das NS-Regime, trat in die Partei ein und hatte den SS-Rang eines Oberführers inne. Etwa 20.000 Menschen leisteten während des Krieges Zwangsarbeit im Volkswagen-Werk, und eine von Porsche in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2017 fand mehr als 400 in der Porsche KG selbst. Historiker und Institutionen sind sich bis heute uneins, wie sehr ihn die Ideologie antrieb. [9][15][14][17]
Wer war Adolf Rosenberger?
Adolf Rosenberger war ein jüdischer Rennfahrer und Geschäftsmann aus Pforzheim, der Porsche 1931 mitbegründete und die Finanzen leitete. Er verließ die Geschäftsführung 1933, war 1935 kurzzeitig im Konzentrationslager Kislau inhaftiert und musste in diesem Jahr seine Anteile abgeben. Er emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten und starb 1967 in Los Angeles. [11][12][13]
Hat Porsche den Volkswagen Käfer entworfen?
Das Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche hat ihn entwickelt. Er schickte im Januar 1934 eine Denkschrift an das Reichsverkehrsministerium, und sein Büro erhielt im Juni desselben Jahres den Vertrag für den Prototyp und plante später das Werk. Tatra klagte vor dem Krieg wegen des Designs, und Volkswagen zahlte danach einen Vergleich. Nach 1948 verdiente Porsche an jedem gebauten Käfer eine Lizenzgebühr. [15][6][9][67][21]
Warum scheiterte die Übernahme von Volkswagen durch Porsche?
Porsche baute seine Volkswagen-Beteiligung ab 2005 mit hohen Krediten und Optionen auf und erreichte im Januar 2009 50,76 Prozent der Stammaktien. Das Unternehmen hatte während der Finanzkrise Schulden in Höhe von etwa 9 Milliarden Euro und konnte das Geschäft nicht abschließen. Wiedeking ging am 23. Juli 2009, und Volkswagen übernahm am 1. August 2012 die vollständige Kontrolle über die Porsche AG. [47][48][49][51]
Stand Porsche Anfang der 1990er Jahre kurz vor der Pleite?
Porsche war in ernsthaften Schwierigkeiten. Der Absatz fiel von mehr als 50.000 Autos im Jahr 1986 auf etwa 14.000 im Jahr 1993, und Anfang der 1990er Jahre steuerte das Unternehmen auf einen Verlust von 150 Millionen $ zu. Beobachter erwarteten, dass es verschwinden oder von einem größeren Konzern geschluckt werden würde. Wendelin Wiedeking senkte die Kosten mit japanischen Beratern, und der Boxster von 1996 leitete die Erholung ein. [42][43][44][38]
Was ist an der Geschichte von Porsche umstritten?
Wo sich Quellen widersprechen oder eine populäre Version nicht standhält, sagen wir es hier, anstatt stillschweigend eine auszuwählen.
Rosenberger verließ Porsche aus wirtschaftlichen Gründen.
Eine Tafel im Porsche Museum nannte wirtschaftliche Gründe für seinen Rückzug aus der Geschäftsführung im Jahr 1933, und so erklärt auch die Porsche-Zusammenfassung von 2026 diesen Schritt. Scholtysecks Biografie, die das Familienarchiv nutzt, das Pytas Buch von 2017 nicht berücksichtigte, behandelt seinen Verlust der Teilhaberschaft bis Juli 1935 als erzwungen, innerhalb eines mehrstufigen Prozesses. [11][12][13]
Ferdinand Porsche diente dem Regime nur aus geschäftlichem Interesse.
Das ist die Lesart von Pytas von Porsche in Auftrag gegebener Studie aus dem Jahr 2017. Das Deutsche Patentamt beschreibt eine enge persönliche Verbindung zu Hitler, und die Stadt Linz kam zu dem Schluss, dass er Zwangsarbeit aktiv förderte und die daraus resultierenden Todesfälle in Kauf nahm. Pyta und das Unternehmen betonen, dass er nie als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. [14][9][17]
Warum die Franzosen Ferdinand Porsche inhaftierten.
Die Pyta-Studie bringt es mit einem Streit zwischen Renault und Peugeot über einen möglichen französischen Volkswagen in Verbindung. Das Deutsche Patentamt nennt die Übernahme von Peugeot während der Besatzung. Beide Quellen stimmen über seinen Freispruch im Jahr 1948 überein. [14][9]
Was mit dem Cisitalia-Geld bezahlt wurde.
Die Porsche Holding sagt, dass die Einnahmen aus dem Typ 360 die Kaution von Ferdinand Porsche bezahlten. Das 911-Magazin von Porsche sagt, dass der Vertrag Ferrys Sportwagen finanzierte. Beides mag teilweise wahr sein, aber die Quellen schlüsseln das Geld nicht auf. [21][20]
Der Semper Vivus war der erste Hybrid, gebaut im Jahr 1900.
Porsche gibt 1900 an und nennt ihn den ersten funktionsfähigen Hybriden. Guinness World Records nennt ihn ebenfalls den ersten, datiert ihn aber auf Januar 1901. Wir geben nur an, was diese Quellen behaupten, und haben nicht festgestellt, dass kein früheres benzin-elektrisches Fahrzeug existierte. [18][19]
Wie der Käfer-Streit von Tatra endete.
Das Patentamt gibt an, dass die deutsche Besetzung der Tschechoslowakei 1939 die Klage gegen Porsche stoppte. Bezüglich der Nachkriegseinigung nennt eine Quelle, die eine Ledwinka-Biografie zitiert, 1 Million DM im Jahr 1965; ein auf einem Interview basierender Artikel nennt drei Millionen D-Mark ohne Datum. Direkte Behauptungen, der Käfer sei kopiert worden, sind unbestätigt. [9][67][68]
Wie viele Mitarbeiter das Konstruktionsbüro zu Beginn hatte.
Das Porsche-Magazin Christophorus spricht von 19 Mitarbeitern. Die Porsche-Historie der Volkswagen Group nennt 12 Mitarbeiter. [7][10]
Wer den 911 wirklich formte.
Porsche schreibt dies Ferdinand Alexander Porsche zu. Sein Nachruf von 2012 besagt, dass er mit dem Karosserieingenieur Erwin Komenda zusammenarbeitete. Der Historiker Karl Ludvigsen sagt, dass Heinrich Klie tatsächlich die Fastback-Linien modellierte, als Butzi zögerte. [72][28][29]
Wer das Volkswagen-Logo entwarf, das Reimspieß zur Wahl für das Wappen machte.
Ein Porsche-Artikel besagt, dass Reimspieß das Volkswagen-Logo 1936 entwarf. Ein älterer sagt nur, dass er es vermutlich entworfen hat. Die Berichte über die Hoffman-Anfrage von 1951 variieren ebenfalls: Einer verortet sie bei einem Geschäftsessen in New York, ein anderer lediglich während Ferrys Besuch dort. [24][25][26]
Wie viele 356 gebaut wurden, und wie viele im Jahr 1950.
Porsche gibt insgesamt etwa 78.000 an, seine nordamerikanische Geschichtsseite 77.361 und Motor Sport etwa 77.000. Für 1950 lauten die Porsche-Zahlen 317 und 369. [22][46][69][20]
Wann Peter Schutz ging.
Der Nachruf von Porsche besagt, dass er 1987 ging. Presseberichte datieren die Übergabe an Heinz Branitzki auf den 1. Januar 1988, sodass beide möglicherweise denselben Wechsel beschreiben. [37][38]
Ob Porsche 2008 den Aktienkurs von Volkswagen manipulierte.
Das Landgericht Stuttgart sprach Wiedeking und Härter am 18. März 2016 frei und lehnte eine Geldstrafe gegen die Porsche SE ab. Akademische Autoren, die über den Squeeze schreiben, argumentieren, dass es sich um eine Manipulation handelte, die Porsche vor der Insolvenz retten sollte. Das Strafverfahren ist abgeschlossen; die akademische Debatte nicht. [52][48][74]
Quellen
Jede obige Behauptung ist mit diesen Dokumenten belegt. Die Zahlen in Klammern verweisen hierher.
- Heritage, Porsche AG Investor Relations
- Shareholder structure, Porsche AG Investor Relations
- Investments, Porsche Automobil Holding SE
- Shareholder structure, Porsche Automobil Holding SE
- Final closing of the acquisition of stake in Porsche AG, Porsche Automobil Holding SE
- Innovative by tradition: 90 years of engineering services by Porsche, Porsche Newsroom
- How It All Began (Christophorus 398), Porsche Christophorus
- Origins (Christophorus 381), Porsche Newsroom
- Ferdinand Porsche (Milestones: Automobiles), German Patent and Trade Mark Office (DPMA)
- The history of Porsche, Volkswagen Group
- Study traces the life of Porsche co-founder Adolf Rosenberger, Porsche Newsroom
- Study: Porsche co-founder Rosenberger forced out during the Nazi era (dpa-AFX), MarketScreener
- Porsche reckons with history of forgotten Jewish co-founder, Central Registry of Looted Cultural Property
- The history of the Porsche engineering office (Pyta study), Porsche Newsroom
- Place of Remembrance of Forced Labor, Volkswagen Group
- Porsche to investigate Nazi forced labour claims, The Local (Germany)
- Reckoning with the Nazi past: Austria plans to rename streets honoring problematic figures, The Organization for World Peace
- Porsche wheel hub motor development, Porsche Newsroom
- First hybrid vehicle, Guinness World Records
- Porsche 911 Magazine, episode 13: Sports car DNA, the 356 from Gmünd, Porsche Newsroom
- A brand is born (Louise Piëch and Ferry Porsche), Porsche Holding Salzburg
- 75 years of production in Zuffenhausen, Porsche Newsroom
- Porsche in America: a review, part 1, Porsche Newsroom
- How the Porsche Crest was created, Porsche Newsroom
- Our top horse in the stable, Porsche Newsroom
- The Porsche badge came from a business dinner, The Journal (ClassicCars.com)
- 1963: The middle zero moment, Porsche Newsroom
- From Porsche dynasty to design legend (obituary of F.A. Porsche), Mail & Guardian
- 356 to 911: Porsche's Troublesome Transition (Karl Ludvigsen), stuttcars.com
- Obituary: Ferdinand Piëch, Porsche Newsroom
- Porsche Takes 112th Class Win at Le Mans, Earn Second Overall, Porsche Newsroom
- Most team wins at the Le Mans 24-hour race, Guinness World Records
- 75 years of Porsche sports cars: motorsport history, Porsche Newsroom
- Porsche at Le Mans: the history, Porsche Newsroom
- The Porsche 917-001 restoration, Porsche Newsroom
- When Porsche was a bigger F1 flop than Honda, Autosport
- Obituary: Peter W. Schutz, Porsche Newsroom
- Former Porsche CEO Peter Schutz dies, Autoblog
- Ernst Fuhrmann, Wikipedia
- Time lapse: Porsche's transaxle models, Porsche Newsroom
- Tracing the story of the Mercedes-Benz 500 E, Porsche Newsroom
- Back In High Gear, IndustryWeek
- Porsche: The Crisis of 1992, IESE Publishing
- Cayenne anniversary: 20 years of a success story, Porsche Newsroom
- 60 Years Porsche 911: 5th generation (996), 1997-2005, Porsche Newsroom
- Porsche Cars North America: historical background, Porsche Newsroom
- Chronologie der Porsche-Ereignisse, Auto Bild
- Market Efficiency and Limits to Arbitrage: Evidence from the Volkswagen Short Squeeze, Harvard Law School Forum on Corporate Governance
- Porsche CEO quits, VW agrees to merger plan (AP), NBC News
- Qatar takes key VW-Porsche stake, Gulf News
- Volkswagen completes Porsche takeover, The Christian Science Monitor
- Former members of the Porsche SE Executive Board acquitted, Porsche Automobil Holding SE
- Porsche to pay 535 million euro fine over diesel affair, CNBC
- Porsche AG initial public offering, P911, Frankfurt Stock Exchange, Porsche Newsroom
- Luxury carmaker Porsche to drop out of Germany's DAX index as U.S. tariffs bite, CNBC
- Porsche AG sets final steps in the realignment of its product strategy, Porsche AG release via Placera
- Porsche is realigning itself: "Leaner, faster and even more desirable", Porsche Newsroom
- Porsche profit rebounds in 2026 after restructuring costs, Business Day
- Porsche restructuring starting to pay off, says CEO Leiters, Sowetan
- Porsche's job-cut deal: 5,000 positions to go, but two plants get a decade-long lifeline, ad-hoc-news
- Porsche and Bugatti Rimac go their separate ways, Auto Express
- Dr. Michael Leiters becomes CEO on 1 January 2026, Porsche Newsroom
- Porsche to quit racing in Le Mans 24 Hours from 2026, Business Day
- Porsche 963 completely absent as WEC publishes entry list for 2026, Autosport
- 75 years of Porsche sports cars: People, Models, Milestones, Porsche Newsroom
- The one-millionth Porsche 911, Porsche Newsroom
- Tatra 97, Wikipedia
- The VW Bug's Rare and Quirky Czech Mate, Collectors Weekly
- Ferdinand 'Ferry' Porsche 1909-1998, Motor Sport Magazine
- Porsche 356 "No. 1" Roadster, Porsche Museum press kit, Porsche Newsroom
- Milestones of the brand, Porsche Museum press kit, Porsche Newsroom
- 60 Years Porsche 911: 1st generation, design and model variants, Porsche Newsroom
- Erneute Forderung nach Umbenennung der Linzer Dinghoferstraße, Tips
- Wendelin Wiedeking, Wikipedia (German)







































